Cuba

Erinnerung

Historisches Bewusstsein besitzt in den politischen Öffentlichkeiten Lateinamerikas traditionell eine sehr große Bedeutung. Interpretationen der Vergangenheit waren zumal im 20. Jahrhundert heiß, ja militant umstritten. Geschichtskultur ist noch immer eine zentrale Variable, um den politischen Öffentlichkeiten Inhalt zu verleihen. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts trifft dies in besonderem Maße zu, da viele lateinamerikanische Staaten die 200-Jahrfeiern ihrer Unabhängigkeit begangen haben. Vor diesem Hintergrund geewann die Beschäftigung mit der explizit als national definierten Vergangenheit eine neue Relevanz. In diesem Projekt untersuchten Stefan Rinke und Inga Luther „Unabhängigkeitstage: Nationale Erinnerungskultur in Lateinamerika zwischen zwei Zentenarien am Beispiel Chiles und Guatemalas“.

Aktuelles Postdoc-Projekt:

Abgeschlossene Projekte

  • Transnationale Erinnerungskultur, Deutsche Einwanderer in Argentinien 1900-1960 (Franka Bindernagel)

  • Unabhängigkeitstage: Erinnerung an die Nation in Guatemala zwischen zwei Zentenarien (Inga Luther)

  • Die geteilte Geschichte der desaparecidos: Der öffentliche Umgang mit der Vergangenheit in Spanien und die „Argentinisierung“ der Erinnerungspraxis (Nina Elsemann)

  • Representaciones cambiantes e historia fragmentada: Los Mapuche en los textos escolares de historia de Chile, 1846-2000 (Andrea Riedemann)

  • Die Aufarbeitung der Vergangenheit in Argentinien: Die Thematisierung der Diktatur in der Schule seit der Rückkehr zur Demokratie (Nadia Zysman)

  • DFG-Forschungsprojekt „Unabhängigkeitstage: Nationale Erinnerungskultur in Lateinamerika zwischen zwei Zentenarien am Beispiel Chiles und Guatemalas" (2007-2011) (Stefan Rinke und Inga Luther)

Seit 2011 arbeiten wir zu Themen der Erinnerung im Rahmen einer Forschungskooperation mit Kollegen in Kolumbien zusammen.