LIBERTADORES- Eine Retrospektive anlässlich des Bicentenario

LIBERTADORES

LIBERTADORES

- EINE RETROSPEKTIVE ANLÄSSLICH DES BICENTENARIO - zum Programm der Filmreihe

Die Unabhängigkeitsrevolutionen in Lateinamerika waren einschneidende Ereignisse, denn mit ihnen gingen 300 Jahre lang bestehende Kolonialreiche unter. In den entstandenen Nationalstaaten wurde die Unabhängigkeit schnell zum Gründungsmythos der Nation verklärt. Denkmäler der Helden und Unabhängigkeitstage sind bis heute entscheidende Bezugspunkte nationaler Erinnerung. Die Ereignisse der Unabhängigkeit wurden häufig idealisiert. Mittlerweile verbreitet sich jedoch die Tendenz, einer kritischeren Auseinandersetzung mit dieser Epoche Raum zu schaffen. Die Unabhängigkeit bleibt dennoch ein Thema von hoher politischer und ideologischer Bedeutung.

Anlässlich ihres 200. Jahrestags, dem so genannten Bicentenario, widmet sich die Filmreihe der Darstellung dieser Ereignisse und ihrer Protagonisten im lateinamerikanischen Film. Es werden teils historisch belegte, teils fiktionale Ereignisse der Unabhängigkeitsgeschichte sowie Leben und Wirken der Libertadores Simón Bolívar und José de San Martín behandelt.

Frühe Stummfilm-Produktionen, avantgardistische Kunstfilmwerke, klassische Heldenepen aber auch gesellschaftskritische Filme vollziehen einen Längsschnitt durch fast 100 Jahre lateinamerikanische Filmgeschichte. Dabei werden historische Begebenheiten dargestellt und auch Einblicke in das nationale Selbstverständnis der Produktionsstaaten, in staatliche und populäre Heldenverehrung sowie in den politischen Entstehungskontext ermöglicht.

Eine Veranstaltung des Lateinamerika-Instituts der Freien Universität Berlin in Zusammenarbeit mit dem Zeughauskino. Mit freundlicher Unterstützung der Botschaft der Republik Argentinien, dem Organisationskomitee für die Teilnahme Argentiniens an der Frankfurter Buchmesse 2010 (Außenministerium der Republik Argentinien), dem Instituto Nacional de Cine y Artes Audiovisuales, der Botschaft der Bolivarischen Republik Venezuela und der Deutschen Kinemathek.