Cuba

"Amerikas schönste Geliebte": Prostitution und Frauenhandel in Havanna (1850-1925), Historamericana 20 (Stuttgart: Heinz 2009)

Historamericana 20
Historamericana 20
Bildquelle: © Heinz Verlag

Sabrina Hepke— 2009

Der vorliegende Band schildert die historische Entwicklung der Prostitution in Havanna in Zusammenhang mit den sozialen, politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen zwischen 1850 und 1925. Sie zeigt anhand der Debatten unter Medizinern, Juristen, Sozialreformern und Politikern die zeitgenössische Perspektive auf die Ursachen und die Gefahren der Prostitution in Havanna sowie die zu ergreifenden Maßnahmen. Diese Diskussionen wurden von einer umfassenden Reglementierung begleitet, die die Prostituierten der Stadt polizeilichen Zwangsmaßnahmen und permanenten gesundheitlichen Kontrollen unterwarf. Polizei- und Gerichtsakten zeugen jedoch auch vom Widerstand betroffener Frauen gegen die Kontrolle aller lebensbereiche und die soziale Diskriminierung. Nach dem Ersten Weltkrieg rückte in Kuba die internationale Dimension der Prostitution und vor allem des Frauenhandels immer stärker ins Zentrum der Diskussion. Entscheidend war hier das Engagement des Völkerbundes, denn Kuba wies Expertenberichten zufolge einen besonders hohen Anteil europäischer Prostituierter auf. Hier werden die Hintergründe des entschiedenen Vorgehens der kubanischen Regierung beleuchtet, das Kuba in der internationalen Bewertung von einem berüchtigten Umschlagplatz europäischer Frauen zu einem "Musterbeispiel" im Kampf gegen den Frauenhandel aufsteigen ließ.

Titel"Amerikas schönste Geliebte": Prostitution und Frauenhandel in Havanna (1850-1925), Historamericana 20 (Stuttgart: Heinz 2009)
VerfasserSabrina Hepke
Datum200902
ArtText

 

ISBN: 978-3-88099-689-2

290 Seiten

33,00 Euro

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