Cuba

Gouvernementalität im Zeichen der globalen Krise. Der Transfer des portugiesischen Königshofes nach Brasilien (Köln: Böhlau 2013)

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© Böhlau

Debora Gerstenberger— 2013

Als napoleonische Truppen 1807 in Lissabon einmarschierten, segelte der portugiesische Monarch João (VI) samt Gefolge gen Brasilien. Rio de Janeiro war nun das Zentrum des Reiches, das Verhältnis von ­Mutterland und Kolonie stand auf dem Kopf. Auf Basis von Polizei- und Regierungs­dokumenten aus brasilianischen und portugiesischen Archiven beleuchtet die Studie den Erhalt des imperialen Raums bis zur Unabhängigkeit ­Brasiliens (1822) unter schwierigen Bedingungen. Wann und wodurch stieß das Imperium an die Grenzen seiner Macht? Die Antwort mag ­über­raschen: Es waren keine nationalen Bewegungen, die dem Imperium gefährlich wurden. Historisch wirksam war ein Phänomen, das die ­Herrschenden auf beiden Seiten des Atlantiks selbst produzierten und an dem sie schließlich scheitern sollten: die globale Krise.

TitelGouvernementalität im Zeichen der globalen Krise. Der Transfer des portugiesischen Königshofes nach Brasilien (Köln: Böhlau 2013)
VerfasserDebora Gerstenberger
Datum201310
ArtText