Cuba

Fragmentierte Moderne

9 Publikation(en)

Die andere Seite der Demokratisierung. Die Veränderungen politischer Kultur aus der Perspektive der sozialen Bewegung der Siedlerinnen von Santo Domingo, Mexiko-Stadt

schuetze 2005 neu

Stephanie Schütze

Berlin: edition tranvía | 2005

Erschienen in: Reihe "Fragmentierte Moderne in Lateinamerika", Band 1

Wie verändern sich politische Kultur und geschlechtsspezifische politische Partizipation im Kontext des gegenwärtigen Demokratisierungsprozesses in Mexiko? Diese Frage wurde von der Autorin empirisch am Beispiel der sozialen Bewegung von Frauen der Unterschichtsiedlung Santo Domingo in Mexiko-Stadt untersucht. Die mikrosoziologisch-ethnographische Herangehensweise der Untersuchung rückt das heterogene und oftmals widersprüchliche alltägliche Handeln der sozialen Akteurinnen auf lokaler Ebene in den Vordergrund des wissenschaftlichen Interesses. Die Arbeit leistet einen Beitrag zu der aktuellen Frage, inwieweit die Demokratisierungstendenzen der autoritären Regime Lateinamerikas (wie z.B. die Einführung von freien Wahlen) gesellschaftlich verankert sind bzw. inwieweit sich diese formellen Transformationsprozesse auf die politische Kultur der unteren gesellschaftlichen Schichten auswirken – in diesem Fall auf die politische Kultur von Frauen aus der Unterschicht.

Der Preis der Macht. Intellektuelle und Demokratisierungsprozesse in Mexiko 1968-2000

zapata 2006 neu

Martha Zapata Galindo

Berlin: edition tranvía | 2006

Erschienen in: Reihe "Fragmentierte Moderne in Lateinamerika", Band 2

Die Untersuchung der intellektuellen Praxen in Mexiko verweist auf ein enges Verhältnis von Intellektuellen und Politik, das charakteristisch für das politische System Mexikos ist. Dieses Verhältnis beruht auf den symbiotischen Beziehungen der Intellektuellen zum Staat und zur Regierung und stützt sich auf die Loyalitätsbeziehungen, die innerhalb intellektueller oder politischer Gruppen herrschen. Die wesentlichen Fragen, die dieses Buch zu beantworten sucht, sind: Wie verhielten sich die Intellektuellen zum Prozess der Reproduktion bzw. der Demokratisierung des politischen Systems in den letzten dreißig Jahren? Was bedeutete die Erringung intellektueller Autonomie für den Demokratisierungsprozess? Wie wurden die Handlungsmöglichkeiten bzw. Handlungsspielräume der Intellektuellen durch die Autonomie erweitert? Wie positionierten sich die Intellektuellen im Hinblick auf die Probleme und Krisen der Staatspartei? Diese Fragen sind keineswegs moralisch zu verstehen; im Vordergrund steht vielmehr das Erkenntnisinteresse, zu rekonstruieren, was die mexikanischen Intellektuellen in ihren spezifischen Tätigkeitsfeldern und mit dem ihnen eigenen Denken bewirkten bzw. zu bewirken suchten.

Transkulturalität und Geschlechterverhältnisse. Neue Perspektiven auf kulturelle Dynamiken in den Amerikas

schuetze zapata 2007 neu

Stephanie Schütze / Martha Zapata Galindo (Hg.)

Berlin: edition tranvía | 2007

Erschienen in: Reihe "Fragmentierte Moderne in Lateinamerika", Band 4

Der Sammelband diskutiert transkulturelle Prozesse und Räume sowie Geschlechterverhältnisse in unterschiedlichen lateinamerikanischen Kontexten. Die auf empirischen Forschungen basierenden interdisziplinären Beiträge dieses Buches verdeutlichen, dass in transkulturellen Räumen kulturelle Konstruktion von Geschlechterregimen und -ordnungen durch Macht- und Herrschaftsverhältnisse auf besondere Art und Weise sichtbar werden. In transkulturellen Räumen und durch translokale, transregionale sowie transnationale Bewegungen verändern sich vorher dominante Macht- und Geschlechterkonstruktionen. Das Augenmerk auf Geschlechterverhältnisse dekonstruiert die Vorstellung von homogenen kulturellen Einheiten und fokussiert den Blick auf Differenz, Macht sowie Heterogenität.

¿Qué género tiene el derecho? Ciudadanía, historia y globalización

kron noack 2008 neu

Stefanie Kron, Karoline Noack (Hg.)

Berlin: edition tranvía | 2008

Erschienen in: Reihe "Fragmentierte Moderne in Lateinamerika", Band 5

Las contribuciones del presente libro discuten cuestiones de “derechos y leyes” y percepciones de “ciudadanía” en América Latina con enfoques interdisciplinarios y de género en una perspectiva histórica. La primera parte se dedica al debate de los conceptos “derechos” y “ciudadanía” en distintos contextos políticos e históricos. En la segunda parte se presentan varios casos empíricos. Son una mirada hacia la historia de derechos y prácticas de derechos, o representan – de manera distinta - espacios liminales del Estado de Derecho dónde la implementación de derechos ciudadanos enfrenta varias dificultades estructurales: Racismo, discriminación cultural y de género, poca presencia de instituciones estatales, predominio de estructuras extralegales de poder y erosiones de las relaciones de género tradicionales por efectos de la globalización como la migración.

Pasando Fronteras. Transnationale und transkulturelle Prozesse im Grenzraum Mexiko-USA

bandau et al 2009 rahmen

Anja Bandau, Diana Grothues, Frank Müller, Simone Schnabel, Stephanie Schütze und Susanne Willers (Hg.)

Berlin: edition tranvía | 2009

Erschienen in: Reihe "Fragmentierte Moderne in Lateinamerika", Band 6

Einleitung

Die interdisziplinären Beiträge dieses Buches präsentieren die Ergebnisse studentischer Forschungsprojekte, die am Lateinamerika-Institut der Freien Universität Berlin auf der Grundlage einer Exkursion in das mexikanisch-US-amerikanische Grenzgebiet entstanden sind. Sie vermitteln einen Eindruck der multiplen politischen, sozialen und kulturellen Räume innerhalb des Grenzraums zwischen Mexiko und den USA. Es werden unterschiedliche Bedeutungen der Grenze anschaulich gemacht: nicht nur als Ort des Übergangs von einem Staatsgebiet in ein anderes, sondern auch als diskursiver Ort für Sicherheitspolitiken, als Ort der Überschreitung geschlechtsspezifischer Normen oder als Raum für Kunst und als ästhetisches Konzept in Kulturproduktionen. Dabei dehnt sich die Grenze – über die geographische Fixierung hinaus – in den sozialen Raum zu beiden Seiten aus. Sie wird zu einem Kristallisationspunkt, an dem die kulturellen Praktiken von MigrantInnen neue soziale Räume erschaffen. Die Beiträge verdeutlichen, dass die ‚Grenze‘ als transnationaler und transkultureller Raum konzeptionell nicht homogen, sondern nur als dynamisches Phänomen erfahrbar ist.

Die Pluralisierung der Wege des Paares. Geschlechtsspezifische Dimensionen von Modernisierungsprozessen im translokalen Raum der Anden

blumtritt 2009 neu

Andrea Blumtritt

Berlin: edition tranvía | 2009

Erschienen in: Reihe "Fragmentierte Moderne", Band 7

Einleitung

In ihrem Buch „Die Pluralisierung der Wege des Paares“ geht die Autorin der Frage nach, wie im Andenraum, einem translokal wahrgenommenen Raum der Verflechtung kultureller Erfahrungshorizonte, eine spezifische Moderne verhandelt und übersetzt wird. Ihre Forschung konzentriert sich auf die gegenwärtige Ämterwelt der bolivianischen Aymara, denn dort finden normative Veränderungen des Kategoriesystems im Handlungsbereich der Paarbeziehungen ihren spezifischen Ausdruck. Aus der alltagsweltlichen Perspektive ihrer Fallbeispiele, die eine zunehmende Vielfalt alternativer Lebensentwürfe präsentieren, rekonstruiert die Autorin die Transformation von Partnerschaftskonzepten und Partizipationsformen in der von Mobilität geprägten Gesellschaft der Aymara. Diese nutzen die Potenziale eines erweiterten translokalen Raumes, um Antworten auf eine komplexer werdende, verwobene und fragmentierte Moderne zu entwickeln. Die Kreativität, mit der Geschlechterrollen und Partnerschaftsmodelle reorganisiert und im öffentlichen Raum der Ämterkultur neu interpretiert werden, und die daraus resultierenden Innovationen stehen im Zentrum der Analyse. Dabei wird offensichtlich, dass für Frauen und Männer disparate Voraussetzungen für die Verhandlung transkultureller Prozesse existieren.

beGeisterte Wahrnehmung. Das Phänomen der médium unidad, eine besondere Form der Welterfahrung im Kontext afrokubanischer Religionen

von wangenheim 2009 neu

Huberta von Wangenheim

Berlin: edition tranvía | 2009

Erschienen in: Reihe "Fragmentierte Moderne", Band 8

Einleitung

In der kubanischen Gesellschaft spielt das Phänomen der „beGeisterten Wahrnehmung“ – eine aus westlicher Sicht außergewöhnliche Form der Wahrnehmung – als Welt- und Wirklichkeitserfahrung eine wichtige Rolle. Dies ist auf den Einfluss der afrokubanischen Religionen, insbesondere des Spiritismus, zurückzuführen. Diese speziellen sinnlichen Wahrnehmungserfahrungen werden als von Geistern vermittelt erlebt. Die Autorin betrachtet die Diskurse zur beGeisterten Wahrnehmung, in Kuba als médium unidad bezeichnet, unter dem Aspekt der gesellschaftlichen Konstruktion psychischer Normalität. Gemäß der ethnologischen Tradition nimmt der Text eine kulturkritische Perspektive ein, indem er, vor allem am Beispiel der Psychiatrie, westliche Rationalitätsdiskurse problematisiert. Die detaillierte Beschreibung der rituellen Praxis der afrokubanischen Religionen und ihrer Performativität, in der die Diskurse zur beGeisterten Wahrnehmung ihren Ausdruck finden, eröffnet einen Einblick in einen in deutschsprachigen Publikationen bisher kaum beachteten Aspekt der kubanischen Alltagsrealität.

Zwischen Protest und trabajo territorial. Soziale Bewegungen in Argentinien auf der Suche nach anderen Räumen

blank 2009 neu

Martina Blank

Berlin: edition tranvía | 2009

Erschienen in: Reihe "Fragmentierte Moderne in Lateinamerika", Band 9

Einleitung

Wo wird Politik gemacht und von wem? Was bedeutet dies für die Handlungsperspektiven zivilgesellschaftlicher Akteure? Das sind die zentralen Fragen, denen in diesem Buch am Beispiel der Verortungslogik neuer sozialer Bewegungen in Argentinien nachgegangen wird. Auf den Spuren des sogenannten trabajo territorial folgt die Autorin zentralen Akteuren der Massenproteste des Jahreswechsels 2001/2002 in Buenos Aires zu den anderen Orten ihrer politischen Arbeit im barrio. Damit erschließt sie ein Universum politischer Bezüge und Aktivitäten, das mit den gängigen politikwissenschaftlichen Zugriffen oft allzu leicht übersehen wird. Die Verortungslogik der sozialen Bewegungen erweist sich dabei als Teil einer weitaus umfassenderen räumlichen Restrukturierung des Politischen, die sich unseren bisherigen Modellen politischer Maßstabsebenen entzieht. Wir haben es mit neuen, vielgestaltigen, dezentrierten Gefügen politischer Räume zu tun, die nur noch begrenzt durch den territorialen Nationalstaat geformt werden. Diese neuen politischen Landschaften zu kartographieren, ist das zentrale empirische und methodische Anliegen des Buchs.

Diasporische Bewegungen im transatlantischen Raum

kron et al 2010 neu

Stefanie Kron, Birgit zur Nieden, Stephanie Schütze, Martha Zapata Galindo (Hg.)

Berlin: edition tranvía | 2010

Erschienen in: Reihe "Fragementierte Moderne in Lateinamerika", Band 11

Einleitung

Diasporische Bewegungen im Transatlantik beschreiben Räume, welche die Bewegungen von Menschen und Wissen zwischen den Amerikas, Europa und Afrika historisch und aktuell verbinden. Mit dieser Perspektive auf transatlantische Räume nähert sich das Buch dem Konzept der Diaspora. Es lassen sich in der Diaspora-Forschung zwei Tendenzen des Verständnisses von Diaspora rekonstruieren, die in diesem Band mit Diaspora als historisches Narrativ und Diaspora als feministisch-postkoloniale Methodologie bezeichnet werden. Die verschiedenartigen und facettenreichen interdisziplinären Beiträge dieses Buches heben die Verbindungslinien zwischen beiden Aspekten hervor und nehmen gleichzeitig die Kritik am Konzept Diaspora auf. Dabei wird das Verständnis von Diaspora als Analysekonzept im Kontext feministischer und postkolonialer Debatten verortet und in unterschiedlichen historischen und räumlichen Gegebenheiten zur Anwendung gebracht.