Katharina Farys

Katharina Farys
Bildquelle: © Katharina Farys

Internationales Graduiertenkolleg "Zwischen Räumen"

Bewegungen, Akteure und Repräsentationen der Globalisierung

Doktorandin

Aufgabenbereich

Projekt: “Wer waren wir, wer sind wir und wer wollen wir sein?” - Selbstwahrnehmungen und Repräsentationen der Bewohner des Biosphärenreservates Calakmul, Mexiko“

Adresse Boltzmannstr. 4
14195 Berlin
E-Mail k.farys@fu-berlin.de

Seit 01/2013

Stipendiatin des Internationalen Graduiertenkollegs „Zwischen Räumen"

03/2006 - 07/2012

Studium der Altamerikanistik und Ethnologie, Politischen Wissenschaft und Romanistik an der Rheinischen Friedrich - Wilhelms – Universität Bonn Magisterarbeit zum Thema: „Landnutzungsstrategien indigener Gemeinden im Geflecht heterogener Interessen: Organisationsstrukturen und Kommunikationswege im Biosphärenreservat Calakmul, Mexiko“

10/2007 - 12/2012

Studentische und wissenschaftliche Hilfskraft in der Abteilung für Altamerikanistik und Ethnologie an der Rheinischen Friedrich - Wilhelms – Universität Bonn

11/2009 - 04/2010

Stipendiatin des "Deutschen Akademischen Austauschdienstes" - DAAD. Feldforschung in vier indigenen Gemeinden (u.a. Chol, Tzeltal und Yukatekisch Maya) im Bundesstaat Campeche

01/2008 - 12/2010

Stipendiatin des IFP (Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses e.V.) mit einer dreijährigen studienbegleitenden Ausbildung im Print-, Hörfunk- und Fernsehbereich in München

08/2007 - 10/2007

Feldforschung in Maní (Yucatán) zum Thema: "Einfluss von Medien auf Sprache und Kultur der Maya". Zusammenarbeit mit den Radiosendern XEPET in Peto und Yóol lik in Merida

“'Wer waren wir, wer sind wir und wer wollen wir sein?' - Selbstwahrnehmungen und Repräsentationen der Bewohner des Biosphärenreservates Calakmul, Mexiko"


Betreuerin: Prof. Dr. Ingrid Kummels (Freie Universität Berlin)


 
Das Dissertationsprojekt “Wer waren wir, wer sind wir und wer wollen wir sein? - Selbstwahrnehmungen und Repräsentationen der Bewohner des Biosphärenreservats Calakmul, Mexiko“ ist innerhalb des Graduiertenkollegs dem Forschungsfeld „Räume der Vorstellungen“ zugeteilt. Im Zentrum des Promotionsprojekts stehen die Lebensgeschichten ausgewählter Vertreter einiger Gemeinden Calakmuls sowie die Untersuchung der internen und externen Nutzung moderner Kommunikationsmedien zur Repräsentation dieser Region.

Es wird der Frage nachgegangen, welche Identitätskonstruktionen innerhalb und außerhalb der Gemeinden existieren und wie diese zustande kommen. Ziel ist es, sich dem Selbstverständnis der Bewohner zu nähern und aufzudecken, wem Repräsentationsmacht zusteht und wie diese genutzt wird. Ausgangsbasis der Untersuchung bildet die Annahme, dass sich die Bewohner Calakmuls aufgrund ihrer Migrationserfahrungen und den damit einhergehenden Veränderungen ihrer Lebensumstände, auf der Suche nach einer gemeinsamen Identität befinden.

Die Partizipation einiger Gemeindemitglieder im Bereich des Ökotourismus, in archäologischen Projekten und in internationalen Programmen zur nachhaltigen Entwicklung wird u.a. im Internet und Fernsehen thematisiert, wodurch Vorstellungen eines Lebensraums entstehen, die nur geringfügig mit den Lebensrealitäten und Selbstwahrnehmungen der Bewohner übereinstimmen.

Der Untersuchung liegt methodologisch ein qualitativer Ansatz zugrunde, der sich in drei Schritte unterteilen lässt: Im Rahmen mehrerer Feldforschungsaufenthalte sollen im ersten Schritt die Lebensgeschichten einiger Familien (oral history) aufgenommen und analysiert werden. Des Weiteren werden kontemporäre mediale Repräsentationsdaten zusammengestellt. Abschließend sollen diese Daten mit den Bewohnern vor Ort besprochen und analysiert werden.

Während der gesamten Forschung werden die in der Kulturanthropologie gängigen qualitativen Erhebungsmethoden - wie Teilnehmende Beobachtung und Tiefeninterviews - angewandt und audio-visuell festgehalten. Hier wird es von großer Bedeutung sein, die eigenen Repräsentationsformen und -inhalte dauerhaft zu reflektieren. Das hierbei entstehende Material soll nach Abschluss der Dissertation für einen Dokumentarfilm verwendet und für Ausstellungen lokaler Museen genutzt werden.

  • (2011), „Organización campesina entre el desarrollo rural y la conservación de la selva de Calakmul”, in: Bolívar Fernández, Nidelvia (Hrsg.), Trabajos en extenso. II Congreso Internacional en Patrimonio y Desarrollo Sustentable. 30 de noviembre a 3 de diciembre de 2010. San Francisco de Campeche, Campeche. Universidad Autónoma Benito Juárez de Oaxaca. Universidad Autónoma de Campeche, S. 69-74.