Javier Francisco Vallejo

Javier Francisco Vallejo
Bildquelle: © Javier Francisco Vallejo

Internationales Graduiertenkolleg "Zwischen Räumen"

Bewegungen, Akteure und Repräsentationen der Globalisierung

Doktorand

Aufgabenbereich

Projekt: "Die spanisch-amerikanische Jesuitenuniversität als gesellschaftlicher Knotenpunkt"

Adresse Boltzmannstr. 4
14195 Berlin
E-Mail javier.fv81@gmail.com

Seit 01/2013

Stipendiat des DFG-geförderten Internationalen Graduiertenkollegs „Zwischen Räumen", Freie Universität Berlin

07/2014

Forschungsaufenthalt zu Archivarbeit in Rom/Vatikan

01/2014 - 03/2014

Forschungsaufenthalt an der Columbia University (New York City) als Visiting Scholar

12/2013

Forschungsaufenthalt am Colegio de México (Mexiko-Stadt)

2012

Stipendiat der Gesellschaft für Überseegeschichte

09/2013 - 11/2013

Forschungsaufenthalt zu Archivarbeit in Argentinien

2012

Stipendiat der Gesellschaft für Überseegeschichte

2011

Teil-Referendariat am Hölderlin-Gymnasium in Nürtingen

2003 - 2010

Staatsexamen in Geschichte, Englisch, Spanisch an der Eberhard Karls Universität Tübingen (Ø 1,7)

2007

Auslandssemester an der University of Queensland (Australien)

2006

Abitur (Ø 1,6)

"Die spanisch-amerikanische Jesuitenuniversität als gesellschaftlicher Knotenpunkt"


Betreuer: Prof. Dr. Stefan Rinke (FU Berlin)


Die Universitäten der neuen Welt zeugen von einer neuen hohen Mobilität, die den Aufbruch eines neuen Zeitalters markierten. So ist auch die Errichtung des Jesuitenordens als Antwort auf die Turbulenzen und Aufbrüche der Frühen Neuzeit, welche den Beginn der europäischen, globalen Expansion einleitete, zu verstehen. Das Spanische Imperium war hierbei nicht nur das erste, das eine dauerhafte Präsenz in Amerika etablierte, sondern auch ein Vorreiter bei der Gründung neuer Universitäten auf dem Doppelkontinent. Dabei gab es zwei Möglichkeiten: königliche und ordensgeführte Universitäten. Der Jesuitenorden erwies sich in der spanisch-amerikanischen Universitätslandschaft als derart erfolgreich, dass am Vorabend des Endes der spanischen Herrschaft in Amerika von den rund 25 Universitäten etwa die Hälfte auf die Jesuiten entfielen!

In der zur Untersuchung liegenden Fallstudie, der Universität von Córdoba de Tucumán, wird zum ersten mal eine spanisch-amerikanische Jesuitenuniversität global historisch auf ihre Verflechtungen untersucht. Dabei wird raumanalytisch die Universität als sozialer Raum begriffen und mit anderen Räumen der Welt nach Verflechtungen untersucht – also nach wechselseitigen Strömen, Austauschprozessen und Auswirkungen. Somit werden analytisch-perspektivische, dynamische Raumkonstellationen geschaffen, die traditionellen Denkmuster der einseitigen Transfers (von Europa in den Rest der Welt) und der Zentrum-Peripherie Modellen, entgegnen. Demzufolge werden in der Dissertation soziale, wirtschaftliche und ökologische Aspekte untersucht, die – nach bisherigen Ergebnissen – weitreichende Verflechtungen der Universität mit den sozialen Gruppen Spanisch-Amerikas, den christlichen Missionen, der wirtschaftlich-ökologischen Struktur des andinen Vizekönigreich Perus und der imperialen Sicherheitsarchitektur aufzeigen.