Cuauhtémoc Pérez Medrano

Cuauhtémoc Pérez Medrano
Bildquelle: © Cuauhtémoc Pérez Medrano

Internationales Graduiertenkolleg "Zwischen Räumen"

Bewegungen, Akteure und Repräsentationen der Globalisierung

Doktorand

Aufgabenbereich

Projekt: "Die räumliche Struktur der Insel: Räume der Vorstellungen innerhalb und ausserhalb von Kuba zu Beginn des 21. Jahrhunderts"

Adresse Boltzmannstr. 4
14195 Berlin
E-Mail perez.medrano.c@gmail.com

Seit 01/2013

Stipendiat des Internationalen Graduiertenkollegs „Zwischen Räumen"

2011 - 2012

Stipendiat des ersten Anschubstipendiums des Doktoratsprogramms „Literaturwissenschaft Basel“, Universität Basel, Schweiz

2006 - 2011

Licenciatura in Lateinamerikanistik mit Auszeichnung in der berufsqualifizierenden Prüfung. Universidad Nacional Autónoma de México, Mexiko  

"Die räumliche Struktur der Insel: Räume der Vorstellungen innerhalb und ausserhalb von Kuba zu Beginn des 21. Jahrhunderts"

 


Betreuer: Prof. Dr. Ottmar Ette (Universität Potsdam)


 

Der besondere Kontext des zeitgenössischen Kubas manifestiert sich in der wohlbekannten Isolation. Die Geschichte der Insel ist gezeichnet von Brüchen und Verbindungen mit der Geschichte des restlichen lateinamerikanischen Kontinents. Eigenwillige politische, ökonomische und kulturelle Aspekte sind bezeichnend für das Land. Es lässt sich nicht bestreiten, dass sich der kubanische Raum seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zum privilegierten Ort für Debatten über die prä- und postrevolutionären Ideale, über Identität, die Wirkungen der Diaspora, über konzeptuelle Transterritorialität und kulturelle Imagination geformt hat. In einem kurzen chronologischen Abriss sollen die ästhetischen und epistemologischen Strömungen präsentiert und die zeitgenössische kubanische Realität hervorgehoben werden.

Die Analyse des Projekts richtet ihren Fokus auf einige Werke von Lezama Lima, Alejo Carpentier, Roberto Fernández Retamar y Antonio Benítez Rojo – alles wichtige Autoren für die literarische, kulturelle und ästhetische Analyse. Die genannten Autoren haben die Ideen und Debatten über den Raum – oder die Abwesenheit des Raumes –  der Insel im Zeitraum von 1950 bis 1989 massgeblich geprägt. In den Jahren, die auf die sogenannte „Periodo Especial“ folgten, lassen sich die Konstruktion und Diskussion von Kategorien und eine Relokalisierung der Insel im Ästhetischen und in kulturellen Aspekten beobachten (so bei Iván de la Nuez, Antonio José Ponte, Carlos Alberto Aguilera, Wendy Guerra).

Der Raum der Insel wird hier als zentraler Begriff verwendet. Ästhetische Repräsentationsformen, kulturelle Merkmale und diachronische Analysen sollen aufgezeigt werden. Anhand eines neuen Netzes von Kategorien wurde der insulare Raum Kubas mit den unterschiedlichen Repräsentationen verbunden und neu organisiert.