Lorena Rodríguez León

Lorena Rodríguez León
Bildquelle: Lorena Rodríguez León

Internationales Graduiertenkolleg "Zwischen Räumen"

Bewegungen, Akteure und Repräsentationen der Globalisierung

Doktorandin

Aufgabenbereich

Projekt: "Die Errichtung eines globalen Imperiums. Alte Erkenntnisse und neue Hypothesen über den Prozess der Territorialisierung mit dem Beginn der Kolonisierung. Ein Vergleich von Neu -Spanien und den Philippinen"

E-Mail rodriguez.lor@gmail.com

Ausbildung

01.2010 - 03.2010 Studienaufenthalt im Historischen Nationalarchiv (Abteilung Aristokratie) in Toledo, Spanien, mit einem Stipendium des DGAE-UNAM.
2008 - 2010 Master Studium in Geschichte in der philosophischen Fakultät der Universidad Nacinoal Autónoma de México (UNAM).
2003 - 2004 Seminar zur Ausbildung der Professoren für Lehrtätigkeit an der Universität mit einem Stipendium der UNAM (Dirección General de Asuntos del Personal Académico de la UNAM).
1999 - 2004 Diplomabschluss mit Auszeichnung (Ökonomie), in der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der UNAM.

Berufserfahrung

2014 Qualifizierungsstipendiatin des Internationalen Graduiertenkollegs „Zwischen Räumen“ der Freien Universität Berlin
2013 - 2014 Tutor im Programm: “Plan de Acción Tutorial UNAM (PATUNAM)”.
Seit 2009 Lehrtätigkeit in der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der UNAM.
Fächer: allgemeine Wirtschaftsgeschichte, Wirtschaftsgeschichte Mexikos und globale Wirtschaftsstrukturen.
Seit 2010 Mitglied im Seminar „Historische Studien des Mittelalters“ unter Vorsitz von Professor Dr. Martín Ríos Saloma vom Institut für Geschichtsforschung der
UNAM.
2007 - 2009 Wissenschaftliche Assistentin von Professor Dr. Enrique Semo von der „Nationalen Gesellschaft für Wissenschaftler“ (Sistema Nacional de Investigadores).
Seit 2007 Betreuerin von mehr als 30 Diplomabschlussarbeiten in der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der UNAM.
2004 - 2009 Assistenzlehrer in der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der UNAM.

Die Errichtung eines globalen Imperiums. Alte Erkenntnisse und neue Hypothesen über den Prozess der Territorialisierung mit dem Beginn der Kolonisierung. Ein Vergleich von Neu -Spanien und den Philippinen.

  


Betreuer: Prof. Dr. Antonio Ibarra (Universidad Nacional Autónoma de México)


Das Schicksal des Landes, welches später den Namen Neu-Spanien erhielt, veränderte sich im Jahr 1519 für immer. Seit der Ankunft der Europäer waren indigene Völker mit einem dramatischen Prozess der Interaktion zwischen Individuen, sozialen Gruppen, Institutionen, Ideen sowie Verfahren konfrontiert. Diese ungebremste neue Realität veränderte alle Lebensbereiche der kolonisierten Gesellschaften wie auch jene der Kolonisatoren, als Protagonisten des Prozesses, dramatisch.

Die bisher bekannte Welt veränderte sich fortwährend mit dem Prozess seiner weiteren Entdeckung. Die transatlantischen Unternehmungen der iberischen Halbinsel näherten sich ihrem ursprünglich festgelegten Ziel, als Ferdinand Magellan im Jahr 1521 auf eine Inselgruppe stoß, die später als Philippinen bekannt wurden, und somit Asien „entdeckte“.

In diesem globalen Umfeld verflochten sich europäische, amerikanische und asiatische Räume und erzeugten eine neue politische und wirtschaftliche Geographie. Diese verband einen Großteil der Weltbevölkerung in einem integrativen Prozess des Austausches von Personen, Waren, Institutionen und Ideen. Gleichzeitig eröffnete die Kolonialisierung Türen für neue Konflikte.

Die Umgestaltung des Raumes löste neue Prozesse der Territorialisierung aus, welche nicht nur eine physische Neuordnung der Territorien bedeutete, sondern sich auch auf die soziale Struktur und symbolische Ordnung der betroffenen Gesellschaften auswirkte.

Es kann davon ausgegangen werden, dass die Kontrolle über das Gebiet und über die einheimische Bevölkerung eine Neukonfiguration der lokalen Bereiche nach sich zog; und zwar stets als Ausdruck einer Unterordnung an die Bedürfnisse von außen. Des Weiteren zeigt die Erfahrung der spanischen Kolonisierung Amerikas, dass die Form der territorialen Neuordnung dem Experimentieren in einem „Laboratorium der Moderne“ glich.

Das Ziel dieser Forschung ist es, ein Vergleich der Prozesse der spanischen Territorialisierung in Neu-Spanien und den Philippinen durchzuführen, um Parallelen in den Vorgängen bestimmen und analysieren zu können. 

 

Beiträge in Gesamtveröffentlichungen:

  • (2014), “La encomienda y las mercedes de tierras en la Nueva España ¿herencia
    de la Castilla señorial?”, In: Pedrero, Gloria (eds.), Homenaje a Enrique Semo,
    Universidad Autónoma del Estado de México: México, pp. 448-458.
  • (2013), “Liberalisierung, Deregulierung und Privatisierung. Die Dimension des
    mexikanischen Wirtschaftsmodells“, In: Maihold, Ghünther (eds.), Mexiko.
    Wirtschaft - Gesellschaft – Politik, Coord. Ghünther Maihold, VS-Verlag:
    Deutschland (en imprenta).
  • (2006), “De quince a veinticinco. La quinta ampliación”, In: Gazol, Antonio (eds.),
    Bloques Económicos, FE/UNAM: México, pp. 239-250.
  • (2006), “El compromiso de Lisboa”, In: Gazol, Antonio (eds.), Bloques
    Económicos, FE/UNAM: México, pp. 145-148.