Jan-Alexander Ullrich

Foto Jan

Internationales Graduiertenkolleg "Zwischen Räumen"

Bewegungen, Akteure und Repräsentationen der Globalisierung

Doktorand

Aufgabenbereich

Projekt: "Der verführerische Drache? - Strategien, Akteure und Konflikte der chinesischen Energieaußenpolitik im globalen Süden am Beispiel Kolumbiens und Venezuelas"

Adresse Boltzmannstr. 4
14195 Berlin
E-Mail jan.ullrich@fu-berlin.de

akademische Ausbildung

seit 2014

Promotionsstudium in Politikwissenschaften -Freie Universität Berlin

2011-2013

B.A. in Spanischer Philologie -Freie Universität Berlin

2006-2010

Diplomstudium in Politikwissenschaften (Abschlussnote: "Sehr gut") -Freie Universität Berlin

2005-2006

Studium der Sozialwissenschaften und Volkswirtschaftslehre -Universidad de Los Andes, Mérida, Venezuela

2003-2005

Studium der Politischen Wissenschaften und Volkswirtschaftslehre -Philipps-UniversitätMarburg

Forschungsprojekte/Stipendien

2011-2012

"Außenpolitische Strategien in Projektregionen [der Entwicklungshilfe]", Auftragsforschung für Rosa Luxemburg-Stiftung

2007-2010

"Die Enstehung von Öffentlichkeit am Beispiel der Anti-CAFTA Bewegung in Costa Rica" (Diplomarbeit) in "Grenzen in Bewegung. Soziale und kulturelle Bewegungen in Zentralamerika" von Lateinamerika-Institut (LAI) der FU Berlin, Centro de Investigaciones Históricas de América Central (CIHAC) der Universidad de Costa Rica (UCR) und dem Insitituto de Historia de Nicaragua y Centroamérica (IHNCA) der Universidad Centroamericana in Managua, Nicaragua (UCA), unterstützt vom DAAD

2008-2009

"Solidarische Ökonomie in Venezuela", Forschungspraktikum am Centro Interdisciplinario de Investigación, Formación y Documentación de Economía Cooperativa, Social y Pública (Ciriec-Venezuela)

2005-2007

Basisorganisierung, soziale Bewegungen und Partizipation in Venezuela" in "Grupo Movimentor- Strategien gegen den Neoliberalismus", unterstützt von Hans-Böckler-Stiftung

“Der verführerische Drache? - Strategien, Akteure und Konflikte der chinesischen Energieaußenpolitik im globalen Süden am Beispiel Kolumbiens und Venezuelas"

 


Betreuer: Prof. Dr. Günther Maihold und Prof. Dr. Marianne Braig


Die wirtschaftliche Entwicklung Chinas hat die Globalisierungsprozesse vor allem im Globalen Süden in der letzten Dekade maßgeblich mitgeprägt. Die gleichzeitige Abhängigkeit des chinesischen Wachstums -und damit der Legitimität des politischen Regimes- von Rohstoffimporten einerseits und neuen Exportmärkten anderseits hat dabei auch die Einbindung der lateinamerikanischen Staaten in die Weltwirtschaft signifikant beeinflusst.

Während die chinesische Staatsführung den Ländern der Region in bilateralen Handelsverträgen gigantische Investitionen zum Bau neuer interozeanischer Wasserstraßen, Pipelines und Eisenbahnen, Häfen, Kraftwerken und ganzen Planstädten verspricht, sichern sich im Gegenzug die zu multinationalen Großkonzernen erwachsenen (Staats-)Ölunternehmen Sinopec, CNPC und CNOOC den Zugriff auf große Teile der lateinamerikanischen Erdölförderung.

Es soll in diesem Forschungsvorhaben anhand von Fallstudien über die Entwicklung der bilateralen Beziehungen Chinas zum größten (Venezuela) und drittgrößten (Kolumbien) Erdölproduzenten Südamerikas in "Zeiten hoher Ölpreise" (Zeitraum: 2004-2014) die Frage verfolgt werden, wie sich unterschiedliche Rahmenbedingungen in den Zielländer auf die konkrete Umsetzung der "Infrastruktur für Erdöl"-Abkommen auswirken. Entgegen der Annahme einer von oben synchronisierten "Grand Strategy" der autokratischen Staatsführung Chinas, sollen vor allem die neuen multinationalen Netzwerke der zentralen institutionellen Akteure der sino-lateinamerikanischen Integration, wie die China Development Bank, die bilateralen Entwicklungsfonds, Joint-Ventures und Beteiligungsgesellschaften der Ölkonzerne in den beiden Fallstudien im Fokus der Analyse stehen. Insbesondere sollen dabei dieKonflikte und Widersprüche in den Aushandlungs- und Integrationsprozessen der beteiligten Akteureanhand der Untersuchung konkreter bilateraler Investitions- und Entwicklungsprojekte in den Blick genommen werden.

Artikel in Sammelbänden

(2009) "¡NO al TLC! Movimientos sociales en Costa Rica y el reconocimiento de lo público", in:Coscione, Marco (ed.): América Latina desde abajo: experiencias de luchas cotidianas, Editorial ABYA YALA

(2007) (mit Lange, M.) "Soziales Wachstum. Neue Perspektiven in der Wirtschaftspolitik?, in: Holm, A. (ed.) Revolution als Prozess. Basisorganisation und Partizipation in Venezuela, Hamburg: VSA Verlag


Artikel in Zeitschriften

(2013) "Warten auf den nächsten Caudillo. Schwierige Zeiten in Venezuela", in: Lateinamerika Nachrichten 7/2013

(2011) "GoogleMaps contra UNO. Nicaragua und Costa Rica streiten von dem internationalen Gerichtshof in Den Haag um den Grenzfluss San Juan", in: LateinamerikaNachrichten 2/2011

(2010) "The Development of Venezuela's Popular Economy", ReviewSynthesis/Regeneration. Magazine of Green Social Thought, No. 51/2010.


Artikel in Enzyklopädien

(2009) Costa Rican Civil War and Uprising, 1948, in: Ness, I. (Ed.) The International Encyclopedia of Revolution and Protest, Wiley-Blackwell

(2009) "Bolívar, Simón (1783–1830)", in: Ness, I. (Ed.) The International Encyclopedia of Revolution and Protest, Wiley-Blackwell

(2009) "Venezuelan War of Independence", in: Ness, I. (Ed.) The International Encyclopedia of Revolution and Protest, Wiley-Blackwell