Nino Vallen

Nino Vallen
Bildquelle: © Nino Vallen

Internationales Graduiertenkolleg „Zwischen Räumen“

Bewegungen, Akteure und Repräsentationen der Globalisierung

Doktorand

Aufgabenbereich

Projekt: „Im „Herzen der Welt“. Die pazifische Welt und ihr Beitrag zu einem kreolischen Amerika (1513-1641)“

E-Mail ninovallen@gmail.com
2014 - heute

Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lateinamerika-Institut der Freien Universität Berlin, Berlin, Deutschland

2013

Stipendiat des Slicher van Bath-de Jong Fonds: Centre for Latin American Research and Documentation, Amsterdam, Niederlande

2010 - 2013 Stipendiat des Internationalen Graduiertenkollegs „Entre Espacios/Zwischen Räumen“, Berlin, Deutschland
05/2009 - 09/2009 Forschungsaufenthalt im Archivo General de las Indias, Sevilla, Spanien
02/2009 - 04/2009 Forschungsaufenthalt im Archivo General de la Nación de México, Mexiko-Stadt, Mexiko
2007 - 2009

Master in Geschichte an der Radboud Universität Nijmegen. Diplomarbeit: "Wissenschaftliche Aktivitäten am Hofe des Antonio de Mendoza, dem ersten Vizekönig von Neuspanien, 1535-1552", Nijmegen, Niederlande

2003 - 2007

Bachelor in Geschichte an der Radboud Universität Nijmegen, Niederlande

„Im „Herzen der Welt“. Die pazifische Welt und ihr Beitrag zu einem kreolischen Amerika (1513-1641)“

 


BetreuerInnen: Prof. Dr. Stefan Rinke (FU Berlin), Prof. Dr. Bernd Hausberger (El Colegio de México), Prof. Dr. Marianne Braig (FU Berlin)


 

Dieses Projekt befasst sich mit Neuspaniens Rolle als Bindeglied an der Nahtstelle zwischen Europa und Asien während des sechszehnten und siebzehnten Jahrhunderts. Hauptziel ist es, ein besseres Verständnis darüber zu erlangen, wie die Wahrnehmung dieses Ortes zur Herausbildung von unterschiedlichen politischen und kulturellen Identitäten der spanischen, kreolischen und mestizischen Bewohner des Vizekönigreiches beitrug. Durch die Fokussierung auf die räumlichen Repräsentationsformen verschiedener Wissens-Agenten versucht das Projekt die Lücke zwischen jenen zwei Strängen der Geschichtsschreibung zu schließen, welche die „Erfindung“ des amerikanischen Kontinents und der des nördlichen Pazifiks in der Regel als zwei voneinander getrennte Prozesse behandelten. Dabei sind die diskursiven und performativen Handlungen dieser Akteure innerhalb des flexiblen Rahmens iberischer politischer Kultur verankert, welche die Untertanen der Krone durch Zeit und Raum verband. Diese trans-temporale und trans-imperiale Perspektive kann uns helfen, die Strategien, symbolischen Imageries und rhetorischen Metaphern zu analysieren, welche von den Akteuren im Kontext der anhaltenden Debatten über die Gestaltung der neuspanischen Gesellschaft und die Stellung des Vizekönigreiches bzw. dessen Bewohner innerhalb der hierarchischen Ordnung des Habsburger Reiches angewandt wurden. Demnach wird die Position im „Zentrum der Welt“ sowohl als reale historische Erfahrung sowie als methodische Perspektive verstanden, mit der gezeigt werden soll, wie die Bewegungen von Menschen, Waren und Ideen von einem Ende des Reiches zum anderen zu der Entstehung neuer Ideen hinsichtlich der amerikanischen Patria und der kreolischen Nation beitrugen.

 

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