Óscar Moisés Torres Montúfar

Óscar Moisés Torres Montúfar

Internationales Graduiertenkolleg "Zwischen Räumen"

Bewegungen, Akteure und Repräsentationen der Globalisierung

Doktorand

Aufgabenbereich

Projekt: "Chemiker, Bergarbeiter und Petroleumhändler: Globalisierung und Technologie in Mexikos Schwefelindustrie (1920-1972)"

E-Mail otorres@colmex.mx

2013 to present

PhD Candidate in History, El Colegio de México, Mexico City

2011-2013

M.A. in Philosophy, Science and Values, Universidad del País Vasco/Euskal Herriko Unibertsitatea, Donostia-San Sebastián, Spain.

2011-2015

M.A. in Philosophy of Science, Specialty in History of Science, Universidad Nacional Autónoma de México (UNAM), Mexico City, Mexico.

2004-2011

BS in History, UNAM, Mexico City, 2004-2011, grade: 9.38. Thesis: El oro de los mexicas: las distintas facetas de un instrumento de cohesión social en el marco de un imperio mesoamericano.

 
   
   
   

“Chemiker, Bergarbeiter und Petroleumhändler: Globalisierung und Technologie in Mexikos Schwefelindustrie (1920-1972)”


Betreuerin: Prof. Dr. María Cecilia Zuleta (Colmex)


Die Forschung folgt drei Achsen der Analyse: 1) Orte und Technologien der Förderung sowie die Verarbeitung von Schwefel, 2) Artikulation der Schwefelindustrie mit Prozessen der Industrialisierung und der agrarischen Modernisierung in Mexiko und 3) ökonomische und technologische Verbindung der mexikanischen Schwefelindustrie mit der internationalen chemischen Industrie. Die Forschung nimmt eine Periodisierung unterteilt in vier historische Etappen vor.

Die erste beginnt mit dem Aufstieg eines Marktes im Inland für Schwefel und für chemische Versorgungsstoffe durch die Niederlassung deutscher und US-amerikanischer chemischer Fabriken in Mexiko (1920-1942). Die zweite startet mit der Enteignung von Ölgesellschaften (1938), der Nationalisierung deutscher Firmen (1942) und der konsequenten Akquisition durch die mexikanische Regierung (agrochemische und Petroleum-chemische Technologien deren Funktionsweisen Schwefel benötigten). Die dritte erfasst den Aufstieg US-amerikanischer Schwefelhändler am Isthmus von Tehuantepec (1954-1965), die – begünstigt durch einen weltweiten Anstieg für die Nachfrage nach Halbmetallen – Mexiko zum weltweit zweitgrößten Exporteur im Jahr 1964 machten. Die vierte beginnt mit der „Mexikanisierung“ des erwähnten Schwefelhandels (durch finanzielle Ressourcen aus dem Schwefel- und Petroleumexport) und einer Herausbildung eines Petroleum-chemischen sowie agrochemischen Korridors in der Region Istmeña (1965). In technologischer Hinsicht erfasst die erste Etappe den Bergbau in Guaxcamá nach der Calcaroni Methode; die zweite entspricht dem Arbeitsgang von Schwefel in sekundären Rückgewinnungsfabriken von Ölraffinerien und Metallhütten; die zwei Letzteren implizieren die Anwendung der Frasch Technologie.

Die Geschichte wird unter dem Hintergrund einer schnellen Industrialisierung der mexikanischen Ökonomie, der Etappen der Restrukturierung der internationalen chemischen Industrie nach zwei Weltkriegen sowie von Prozessen in wissenschaftlich-technologischer Hinsicht und von ökonomischem Wissen - wie beispielsweise die petrochemische und grüne Revolution – dargestellt. Diesbezüglich verpflichtet uns die Forschung den Einfluss einer ökonomischen Globalisierung und jenen technologischer Revolutionen auf eine Wirtschaft zu beleuchten, welche zwar weder große Finanzierungsmärkte aufweist noch Technologien produziert, aber ein signifikantes Angebot an Mineralressourcen bereitstellt.



(2015): Los señores del oro: producción, distribución y consumo de oro entre los mexicas, México, INAH, Escuela Nacional de Conservación, Restauración y Museografía “Manuel del Castillo Negrete”.

(2012): “El viaje de William More Gabb a Baja California en 1867”, in: Azuela, Luz Fernanda and Rodrigo Vega y Ortega (Eds.), Naturaleza y territorio en la ciencia mexicana del siglo XIX, México, UNAM, Instituto de Geografía, pp. 107-135.