José Domingo Arreola Jiménez

José Domingo Arreola Jiménez
Bildquelle: © José Domingo Arreola Jiménez

Internationales Graduiertenkolleg "Zwischen Räumen"

Bewegungen, Akteure und Repräsentationen der Globalisierung

Doktorand

Aufgabenbereich

Projekt: "Ernesto Guevara, der Che. Eine Studie zu seiner Literatur"

E-Mail grafdar@gmail.com

Seit 2013

Doktorand in Lateinamerikastudien an der Universidad Nacional Autónoma de México, Fakultät für Philosophie und Literatur, Mexiko-Stadt

2010 - 2012

Masterstudiengang in Lateinamerilastudien an der Universidad Nacional Autónoma de México, Fakultät für Philosophie und Literatur, Mexiko-Stadt

2001 - 2009

Bachelor (Licenciatura) in Lateinamerikastudien an der Universidad Nacional Autónoma de México, Fakultät für Philosophie und Literatur, Mexiko-Stadt

Berufserfahrung

2014 - 2015

Dozent in der Fakultät für Philosophie und Literatur der Universidad Nacional Autónoma de México

2013 - 2015

Mitglied des Projekts „Der Essay im Dialaog. Im Hinblick auf eine ‚dichte‘ Lektüre des Essays“ [“El ensayo en diálogo. Hacia una lectura densa del ensayo”], das mit Finanzmitteln des CONACYT gefördert wird. Centro de Intensificacón sobre América Latina y el Caribe, CIALC, UNAM. Das Projekt wird von Frau Dr. Liliana Weinberg Marchevsky geleitet. 

2012

Dozent im Tecnológico Valle de Chalco, A.C., Estado de México

2009

Dozent des Kurses “Philosophie und Literatur in Lateinamerika” an der Universidad Obrera de México “Vicente Lombardo Toledano”

2008 - 2009

Mitglied des Fonds für historische Forschung der Universidad Obrera de México “Vicente Lombardo Toledano”

„Ernesto Guevara, der Che. Eine Studie zu seiner Literatur“


Betreuerin: Prof. Dr. Liliana Weinberg (UNAM)


Das Projekt untersucht die Beziehung zwischen Ernesto Che Guevera und der Literatur. In einer ersten Instanz wird ergründet, wie die besagte Beziehung durch seine Rolle als Leser entsteht. Es wird dabei versucht herauszuarbeiten, wie sein Literaturgeschmack und seine Lesegewohnheiten enstanden sind, die er im Laufe seines Lebens und als Guerillakämpfer nie aufgegeben hat. Zudem wird der Bildung einer Lesemethode auf den Grund gegangen, die sich in einem Bedürfnis zu schreiben ausdrückte. Es werden in diesem Spektrum verschiedene seiner in seinen Tagebüchern gefundenen Erzählungen sowie Briefe analysiert, die er seiner Mutter schrieb. Das Ziel dieser Analyse ist es zu sehen, wie der Che im Schreibakt einen eigenen Stil enwickelte, genauer gesagt, eine Schreibart, die seine Beziehung zum historischen Kontext, in dem er lebte, widerspiegelt.

Auch wenn Che Guevara kein professioneller Schriftsteller ist, so erweckte seine Liebe zur Literatur in ihm jedoch den Wunsch es zu sein und literarisch zu produzieren. In einem Brief an Ernesto Sábato schrieb der Che, dass er den Titel des Schriftstellers „als das Heiligste auf der Welt“ betrachte. Als Leser von Neruda und Vallejo sah er sich selbst als einen „frustrierten Dichter“. Seine Art zu schreiben und sein Stil Texte zu konstruieren sind im Besonderen dem Essay zugeneigt. Aus diesem Grund wird „Mensch und Sozialismus auf Kuba“ von 1965 sowohl auf seine Struktur als auch auf seine Auswirkungen im literarischen Feld untersucht. In der intellektuellen Diskussion in Lateinamerika war der „neue Mensch“ ein so beeindruckendes Phänomen, dass er sich in eine literarische Figur verwandelt hat, die in verschiedenen Texten und Erzählungen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts auftaucht.