Veremundo Carrillo Reveles

Veremundo Carrillo Reveles
Bildquelle: © Veremundo Carrillo Reveles

Internationales Graduiertenkolleg "Zwischen Räumen"

Bewegungen, Akteure und Repräsentationen der Globalisierung

Doktorand

Aufgabenbereich

Projekt: "Mexiko in der Union der Amerikanischen Republiken, 1901-1941: zwischen Lateinamerikanismus, nationalen Interessen und kontinentaler Zusammenarbeit"

E-Mail vcarrillo@colmex.mx

Seit 2011

Doktorand am El Colegio de México

2011

Offizieller Master in der Geschichte Lateinamerikas. Indigene Welten, an der Universidad Pablo de Olavide in Sevilla, Spanien

2009-2010

Master in Geschichte der hispanischen Welt: die Unabhängigkeit in der amerikanischen Welt, an der Universidad Jaume I de Castellón, Spanien (Carolina Stipendienstiftung)

2002-2007

B.A. in Geschichte, Universidad Autónoma de Zacatecas

Berufserfahrung

Seit 2014

Online Dozent an der Universidad Nacional Abierta y a Distancia de México.

2009-2010

Dozent an der Universidad del Tercer Milenio (UNID campus Zacatecas)

2009-2010

Berater für soziale Entwicklungsfragen in der Legislative von Zacatecas

"Mexiko in der Union der Amerikanischen Republiken, 1901-1941: zwischen Lateinamerikanismus, nationalen Interessen und kontinentaler Zusammenarbeit"


Betreuer: Prof. Dr. Carlos Marichal Salinas (El Colegio de México)


Ziel der Untersuchung ist es, die Rolle mexikanischer Regierungen beim Panamerikanismus zu analysieren. Letzterer wird dabei als Foren, Konferenzen und multilaterale Institutionen verstanden, welche im Schutze der Unión de Repúblicas Americanas (URA; Union Amerikanischer Republiken) gefördert wurden. Die Organisation bestand aus 21 Staaten und ist die direkte Vorgängerorganisation der aktuellen Organización de Estados Americanos (OEA, Organisation Amerikanischer Staaten). Obwohl die Untersuchung die große Zeitspanne von 1901 bis 1941 betrachtet, beruht der Schwerpunkt der Analyse auf den aus der mexikanischen Revolution der 1920er und 1930er Jahre hervorgegangenen Regierungen, einer Zeit, in der dieses Land das Epizentrum einer Reihe von intellektuellen, nationalistischen, pro-lateinamerikanischen und anti-imperialistischen Bewegungen war. Wenngleich die traditionelle Geschichtsschreibung die hegemoniale Rolle der USA im panamerikanischen Raum hervorhebt, die viele ganz einfach als eine Art Maske sehen, um den informellen Imperialismus des nordamerikanischen Landes über den Kontinent zu legitimieren, wird dieses Projekt drei Punkte in Betracht ziehen:

a) Die lateinamerikanischen Staaten waren nicht nur passive Akteure im interamerikanischen Raum, sondern es gelang ihnen, sich individuell und im Kollektiv vielen der vom Giganten im Norden vorgeschlagenen Plänen zu widersetzen und sogar eigene Agenden zu entwickeln, wie z.B. im Falle Mexikos;

b) Die mexikanischen Regierungen nutzten ihre Rolle als Land des „Schnittpunktes“ zwischen den sogenannten „Zwei Amerikas“, um Kommunikationskanäle zu konstruieren und um wirtschaftliche Beziehungen im Interesse Mexikos zu knüpfen, sowohl mit den Vereinigten Staaten, also auch mit dem Rest Lateinamerikas;

c) Die Foren der URA waren Räume, die zum ersten Mal eine permanente Interaktion zwischen den Regierungen der Karibik, Nord-, Zentral- und Südamerikas ermöglichten, und hatten das grundsätzliche Ziel, eine gemeinsamen Politik auf verschiedenen Ebenen zu diskutieren und zu definieren sowie die ökonomische Integration zu fördern. In diesem Sinne ist der panamerikanische Raum ein privilegierter Schauplatz, um transnationale Interaktionen im regionalen Rahmen - in diesem Falle der amerikanische Kontinent - zu analysieren.

Artikel in Fachzeitschriften

  • (2013), „ ¿Tras la tormenta? La historiografía sobre la independencia mexicana después del festejo ‘bicentenario’” in: Revista Tiempos de América, Universidad Jaume I Castellón, España.

  • (2010), „Graffiteando la historia: La conmemoración del Bicentenario de la Independencia de México”, in: Revista de la Corporación Chilena de Estudios Históricos.

Beiträge in Sammelbänden

  • (2006), „Guerra Santa: La Cristiada a través del cine”, in: Narváez, Daniel (Hrsg.), Historia y cine, Universidad Autónoma de Zacatecas: México.