Cindy McCulligh

Cindy McCulligh
Bildquelle: © Cindy McCulligh

Internationales Graduiertenkolleg "Zwischen Räumen"

Bewegungen, Akteure und Repräsentationen der Globalisierung

Doktorandin

Aufgabenbereich

Projekt: "Die fortschrittliche Entwässerung, oder: Warum wird die industrielle Verschmutzung des Santiagoflusses zwischen Ocotlán und El Salto in Jalisco nicht kontrolliert?"

E-Mail cindymcculligh@gmail.com

Seit 2012

Doktorandin am CIESAS Occidente (Zentrum für Forschung und Wissenschaft in Sozialanthropologie), in Guadalajara, Forschungsrichtung: Sozioökonomische Prozesse und Umwelt

1999 - 2001

Master in Umweltwissenschaften (MES), York University, Toronto, Kanada

1993 - 1998

Bachelor in Künsten und Wissenschaften (B.A.Sc.) mit Auszeichnung, McMaster University, Hamilton, Kanada

Berufserfahrung

2010 - 2012

Beratende Forscherin am Mexikanischen Institut für Gemeinwesenentwicklung (Instituto Mexicano para el Desarrollo Comunitario (IMDEC), A.C), verantwortlich für die Ausarbeitung von Artikeln und Pressemitteilungen über die Privatisierung des Wassers in Mexiko, den Arcediano-Staudamm und die industrielle Verschmutzung des Santiagoflusses (Río Santiago) in Jalisco

2010 - 2012

Umweltberaterin bei Milepost Consulting, mit Schwerpunkt auf der Analyse von Informationen über die ökologisch-soziale Verantwortung von Landwirtschaftsunternehmen

2008 - 2009

Projektkoordinatorin für berufliche Anwendung: Gemeinwesenentwicklung, sozial angewandte Technologien und Lebensqualität, mit Schwerpunkt auf der Verbesserung von Lebensbedingungen bei der durch die Verschmutzung des Santiagoflusses beeinträchtigte Bevölkerung von El Salto und Juanacatlán in Jalisco. Institut für Technologie und höhere Studien im Westen. (Instituto Tecnológico y de Estudios Superiores de Occidente (ITESO))

2005 - 2008

Forschende Ausbilderin im Bereich aktiver Bürgerbeteiligung am Mexikanischen Institut für Gemeinwesenentwicklung (Instituto Mexicano para el Desarrollo Comunitario (IMDEC), A.C.), mit Schwerpunkt auf Wasserprobleme in der Metropolregion Guadalajara (Zona Metropolitana de Guadalajara (ZMG)) in Verbindung mit der Wasserverschmutzung, dem Bau von Staudämmen und der gemeinschaftlichen Wasserwirtschaft.

"Die fortschrittliche Entwässerung, oder: Warum wird die industrielle Verschmutzung des Santiagoflusses zwischen Ocotlán und El Salto in Jalisco nicht kontrolliert?"


Betreuer: Prof. Dr. Gerardo Bernache Pérez (CIESAS Occidente)


Zwischen den Ortschaften von El Salto und Juanacatlán, im Bundesstaat Jalisco, Mexiko, etwa 30 Kilometer südlich von Guadalajara, befindet sich ein Wasserfall des Santiagoflusses (Río Santiago), der einst eine touristische Attraktion in der Gegend war und bekannt wurde unter dem Namen „Mexikanische Niagarafälle". Die offenkundige Verschmutzung dieses Flusses trat Anfang der 1970er Jahre in Erscheinung, und 2012 befand sich der Wasserfall in einer neuen touristischen Nische wieder: er war in der Liste „Toxics Tours” aufgeführt, als Teil einer Kampagne von Greenpeace Mexiko. Diese Forschungsarbeit versucht zu ermitteln, warum Im Bereich des Flusslaufs zwischen der Quelle bei Ocotlán bis zum Wasserfall in El Salto nach mehr als einer Dekade der Forderungen durch Bürgerinnen und Bürger nach Entseuchung des Santiagoflusses dieser Fluss immer noch durch Abwässer industrieller Herkunft kontaminiert wird.

Im Rahmen der Politischen Ökologie und der Umweltgerechtigkeit und ausgehend vom Fall der industriellen Verschmutzung des Santiagoflusses untersucht die Forschungsarbeit die Verhältnisse zwischen der Macht in ihrer Formulierung und politischen Umsetzung einerseits und den Umweltnormen andererseits. Im Falle des Santiagoflusses wie auch bei anderen Gewässern des Landes bestehen die schweren Verschmutzungsprobleme trotz der Beschwerden der betroffenen Gruppen und Ortschaften sowie der aufkommenden ökosozialen Konflikte fort. In Mexiko wurden die Umweltgesetzgebung und die Umweltbehörden in der neoliberalen Epoche verstärkt. Dennoch konnte weder die Verschmutzung der Gewässer noch im Besonderen die des Santiagoflusses aufgehalten werden. Während die Unternehmen im industriellen Korridor entlang des Santiagoflusses den Diskurs der Nachhaltigkeit übernehmen und sich die mexikanische Regierung das Ziel des umweltfreundlichen Wachstums setzt, untersucht die Forschungsarbeit, inwiefern die Mechanismen der Formulierung und Umsetzung der Umweltgesetzgebung die Vorherrschaft privater Interessen sichert. Sie liefert Argumente, dass die unterlassene Anwendung jener Regulierung eine Form institutionalisierter Korruption darstellt, die nicht nur dem Mangel an Ressourcen geschuldet ist, sondern auch den Beziehungen zur herrschenden Macht.

Die Forschungsarbeit konzentriert sich auf drei grundlegende Aspekte. Erstens: Die Analyse der Umsetzung regierungsbehördlicher Regulierung hinsichtlich der industriellen Aktivitäten in diesem Bereich. Zweitens: Die Analyse der Unternehmen in ihrer Gesamtheit, der Sparten Chemie, Metallverarbeitung, Fahrzeugteile, Lebensmittel, Getränke und Elektronik, die im Bereich der Studie angesiedelt sind. Zuletzt werden die Visionen und Strategien der Schlüsselorganisationen der Ortschaften von El Salto und Juanacatlán, Jalisco, in Angriff genommen, wo ein ökosozialer Konflikt wegen der Verschmutzung des Flusses ausgebrochen ist.

Artikel in Zeitschriften

Artikel in Monografien

  • (2012), mit Tetreault, D., „Panorama de conflictos socioambientales en Jalisco”, in: Tetreault, D., Ochoa, H. y Hernández, E. (Hrsg.), Conflictos Socioambientales y alternativas de la sociedad civil, ITESO: Tlaquepaque: S.93-126.

  • (2012), mit Tetreault, D. y Martínez, P., „Conflicto y contaminación: El movimiento socio-ecológico en torno al río Santiago,” in: Ochoa, H. y Büekner, H. (Hrsg.), Gobernanza y Gestión del Agua en el Occidente de México: la metrópoli de Guadalajara, ITESO: Tlaquepaque, S.129-172.

  • (2010), „El río Santiago en El Salto y Juanacatlán, Jalisco”, in: Peniche Camps, S. et al. (Hrsg.), Primer seminario internacional sobre la cuenca del río Santiago, Universidad de Guadalajara: Guadalajara, S. 109-127.

  • (2010), mit Tetreault, D. y Flores, R., „La exigibilidad de los derechos ambientales en México: el caso del Río Santiago,” in: Valencia, E. (Hrsg.), Perspectivas del universalismo en México, Fundación Konrad Adenauer, Universidad de Guadalajara e ITESO: México y Guadalajara, S.121-132.

  • (2009), „Aguas Abajo: O respirar veneno en El Salto y Juanacatlán, Jalisco”, in: Peniche, S. y Guzmán, M. (Hrsg.), Estudios de la Cuenca del Río Santiago: Un enfoque multidisciplinario, Universidad de Guadalajara: Guadalajara, S.59-72.

  • (2002), „Storying Re/search and Collaboration: Communication, Contradiction and Mexican Campesino Agriculture”, in: Desfor, G., Barndt, D. y Rahder, B. (Hrsg.), Just Doing It: Popular Collective Action in the Americas, Black Rose Books: Montreal, S.55-74.