María Jimena Sasso Rojas

María Jimena Sasso Rojas
Bildquelle: © María Jimena Sasso Rojas

Internationales Graduiertenkolleg "Zwischen Räumen"

Bewegungen, Akteure und Repräsentationen der Globalisierung

Doktorandin

Aufgabenbereich

Projekt: "Soziale Produktivität von sozioökologischen Konflikten: Politisierung, territoriale Reinterpretation und Konstruktion von sozialen Widerstandsnetzwerken. Der Fall von Huexca, Morelos, und der Volksfront für die Verteidigung des Wassers und des"

E-Mail mjsasso@comunidad.unam.mx

2012 - 2016

Doktorandin in Politik- und Sozialwissenschaften mit den Schwerpunkt Soziologie, Fakultät für Politik- und Sozialwissenschaften, UNAM

2005 - 2007

Master in Sozialwissenschaften mit Schwerpunkt sozioökologische Studien. Stipendium der FLACSO Ecuador, Lateinamerikanische Fakultät für Sozialwissenschaften, FLACSO Ecuador

2000 - 2005

Bachelor in Politikwissenschaften und öffentliche Verwaltung, Fakultät für Politik- und Sozialwissenschaften, UNAM

Forschungserfahrung

2011

Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Programm für öffentliche Politik und Verwaltung, FLACSO Ecuador

2009 - 2010

Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Projekt GEO-Metropolbezirk Quito, zuständig für den Bereich Wasser, PNUMA-DMQ-FLACSO, Programm für öffentliche Politik und Verwaltung, FLACSO Ecuador

2009

Forschungsassistentin, Programm für öffentliche Politik und Verwaltung, FLACSO Ecuador

2009

Forschungsassistentin, Projekt: Umgang mit Meeresschutzgebieten (MMA´s Project). Galapagos Inseln. USFQ-International Conservancy, FLACSO Ecuador

2008 - 2009

Forschungsassistentin und Begleitung von Fällen von Menschenrechtsverletzungen im Rahmen des Mehrzweckprojekts Baba und des Staudammes Daule-Peripa. FIAN Ecuador (Foodfirst Information and Action Network)

Berufserfahrung

2011 - 2012

Dozentin der virtuellen Lehrveranstaltung „Lokale und regionale Planung und Entwicklung”, Hochschulseminar für Design, Management und Evaluierung von Entwicklungsprojekten, FLACSO Ecuador

2011

Tutorin für Abschlussarbeiten, Hochschulseminar für Design, Management und Evaluierung von Entwicklungsprojekten, FLACSO Ecuador

2010

Dozentin der Lehrveranstaltung „Qualitative Forschungsmethoden”, Master in Sozialwissenschaften mit Schwerpunkt auf Sozioökologischen Studien, Lateinamerikanische Fakultät für Sozialwissenschaften, FLACSO Ecuador

Seit 2010 Mitglied des Forschungsnetzwerks WATERLAT

"Soziale Produktivität von sozioökologischen Konflikten: Politisierung, territoriale Reinterpretation und Konstruktion von sozialen Widerstandsnetzwerken. Der Fall von Huexca, Morelos, und der Volksfront für die Verteidigung des Wassers und des Landes, Morelos, Puebla und Tlaxcala"


Betreuerin: Prof. Dr. María Fernanda Paz Salinas (UNAM)


Sozioökologische Konflikte, die durch den Bau von Megaprojekten verursacht werden und eine Betroffenheit oder das Risiko einer Betroffenheit auslösen, gibt es überaus viele im heutigen Mexiko. Sie entstehen, wenn betroffene Bevölkerungsgruppen innerhalb ihres Territoriums unrechtmäßig unter großen Infrastruktur-, Energie-, Bergbauprojekten etc. von Seiten der Regierung und nationalen sowie transnationalen Firmen leiden. Die sozioökologischen Konflikte können wie „Zwischenräume” zwischen lokal und global analysiert werden, dessen Schnittpunkte wiederum unterschiedliche soziale Effekte aufweisen. Das Ziel dieser Forschungsarbeit ist neben dem Verstehen der internationalen Machtstrukturen, in die diese Konflikte eingebettet sind, die Analyse der sozialen Produktivität dieser Auseinandersetzungen bzw. die sozialen Transformationen, die durch den Konflikt hervorgerufen werden und die aus der Sicht von Politisierungs- und Territorialisierungsprozessen im Inneren einer vom Konflikt betroffenen Gemeinschaft sowie durch Allianzen mit Dritten über die Bildung von „sozialen Widerstandsnetzwerken“ entstehen können.

Ich schlage vor, die sozialen Auswirkungen von sozioökologischen Konflikten anhand von zwei Dimensionen zu analysieren: einer politischen, die sich für die Veränderungen der Machtbeziehungen innerhalb der von Konflikten betroffenen Gemeinschaften und im öffentlichen Raum interessiert; und einer territorialen, die sich mit den Transformationen in punkto Definition, Bedeutung und Kontrolle der sich in Konflikt befindenden Territorien beschäftigt. Beide äußern sich durch ihre Allianzen innerhalb der sozialen Widerstandsnetzwerke sowohl im Inneren als auch Äußeren einer Gemeinschaft.

Einige spezifische Fragestellungen:

  • Welche Veränderungen werden durch den Konflikt sozialer Beziehungen zwischen lokalen Akteuren, die sich in ihrem Lebensraum von Maßnahmen der Regierung bedroht sehen, ausgelöst?
  • Welche Beziehungen verändern sich und in welcher Art und Weise?
  • Auf welche Art und Weise vereinigt sich eine Gemeinschaft im Widerstand mit Dritten zur Verteidigung ihres Territoriums?
  • Welche Territorialitäten entstehen aus den sozialen Widerstandsnetzwerken?

Die Analyse konzentriert sich auf die politischen und territorialen Veränderungen in der Gemeinde Huexca, die als „Herz des Projekts“ definiert wird, und des Weiteren auf den Aufbau der Volksfront für die Verteidigung des Wassers und des Landes, Morelos, Puebla und Tlaxcala (FPDTA), die Huexca miteinschließt und als ein soziales Widerstandsnetzwerk verstanden werden kann, dessen Ursprung im vom PIM (Proyecto Integral Morelos) ausgelösten Konflikt wurzelt.

Monographien

  • (2009) Proyecto Multipropósito Baba: Disputas sobre desarrollo y sustentabilidad. FLACSO Ecuador. Serie Tesis. Quito.

Artikel in Zeitschriften

  • (2014), „Megaproyectos hídricos y conflicto socio-ambiental en Latinoamérica: perspectivas teóricas desde Gramsci y Foucault”, in: Agua y Territorio. Nr.4, Juli - Dezember, Universidad de Jaén, Jaén, Spanien, S. 70-83.

  • (2014), „Proyectos hídricos y ecología política del desarrollo en Latinoamérica: Hacia un marco analítico”, in: ERLACS – European Review of Latin American and Caribbean Studies | Revista Europea de Estudios Latinoamericanos y del Caribe. 97. Oktober, S. 55-74.