Cuba

Globalización

Dieses Projekt steht im Kontext der transregionalen Forschungsanstrengungen der Professur für Geschichte Lateinamerikas in Zusammenarbeit mit den Kolleg/innen des Center for Area Studies und des Friedrich-Meinecke-Instituts. Mitarbeiter/innen der Professur wollen die Rolle transnationaler Akteure und Medien in den umwälzenden Erfahrungen der Globalisierung um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert untersuchen. Im Mittelpunkt steht dabei die in der historischen Forschung bislang noch wenig beachtete kulturelle Ebene.

Konkret wird in der 1. Phase die frühe Geschichte des damals neuen Wettkampfsports Fußball im Rahmen des Teilprojekts C 3 der DFG-Forschergruppe 955 „Akteure der kulturellen Globalisierung“ untersucht. In diesem Projekt untersuchen Stefan Rinke und Christina Peters „Fußballenthusiasmus: Die Anfänge des Fußballs in Lateinamerika als transnationales Phänomen – Argentinien, Brasilien und Uruguay im Vergleich, 1867-1930“. Außerdem werden Projekte zur Medien- und Technologiegeschichte durchgeführt, die den Zeitraum von 1850-2000 umfassen.

Ab 2011 wird in der 2. Phase das folgende Projekt als Fortsetzung der 1. Phase untersucht. Am Beispiel der Anfänge der Luftfahrt in Lateinamerika und seiner Träger, der „Luftfahrtpioniere", untersucht dieses Projekt kulturelle Transferprozesse und die beginnende transnationale Vernetzung von Öffentlichkeiten im frühen 20. Jahrhundert. Anknüpfend an die Ergebnisse der ersten Förderphase konzentriert sich die vergleichende Analyse einerseits auf die konkreten Transferprozesse der neuen Technologie zwischen dem „Westen" und Lateinamerika und andererseits auf die Vermittlung der Luftfahrt als ultimativer Ausdruck der „Moderne" durch die neue illustrierte Presse in Ländern, in denen die Luftfahrt aufgrund der topographischen Herausforderungen von besonderer Bedeutung war. Sie geht von der Hypothese aus, dass der rasche Siegeszug der neuen Technologie in Argentinien und Brasilien zum einen zur Perzeption einer wachsenden Einbindung in eine sich globalisierende Welt und zu neuen Vorstellungen (pan-)lateinamerikanischer Verbundenheit. zum anderen aber auch zur Konstruktion neuer Differenzen zwischen den Ländern geführt hat. Von zentraler Bedeutung ist der Wandel und die Differenzierung der entscheidenden Akteursgruppen, woran sich die Dynamik der kulturellen Globalisierungsprozesse dieses Zeitraums ablesen lässt.

    Dissertationsprojekt 2. Projektphase:

  • Luftfahrtpioniere: Die Anfänge der Luftfahrt in Lateinamerika als transnationales Phänomen - Argentinien und Brasilien im Vergleich, 1898-1930 (Leonie Herbers)

Desweiteren werden in diesem Forschungsschwerpunkt noch weitere Dissertationsprojekte verfolgt:

Aktuelle Projekte:

  • Technische Eliten, Expertenkultur und Nationale Entwicklung in Brasilien, 1870-1930. Eine transnationale Perspektive (Georg Fischer)
  • Protestantische Deutsche in Brasilien. Eine Diskursgeschichte 1864-1945 (Frederik Schulze)

Abgeschlossene Projekte:

  • Subculturas latinoamericanas. Los jóvenes y el movimiento cultural en la segunda mitad del siglo XX (Hernando Cepeda)
  • Puebla auf den Weltausstellungen des späten 19. Jh. (María de Lourdes Herrera)
  • »O nome do paiz em jogo« Fußball und Identitäten in Brasilien aus transnationaler Perspektive, 1894-1930 (Christina Peters)

Institución:

Lateinamerika - Institut

Dirección:

Personal:

 

Subsidio:

DFG-Forschergruppe 955 „Akteure der kulturellen Globalisierung“
Teilprojekt C3
2. Phase: "Luftfahrtpioniere: Die Anfänge der Luftfahrt in Lateinamerika
als transnationales Phänomen - Argentinien und Brasilien im Vergleich,
1898-1930". 2011-
1. Phase „Fußballenthusiasmus: Die Anfänge des Fußballs in Lateinamerika als transnationales Phänomen – Argentinien, Brasilien und Uruguay im Vergleich, 1867-1930“ 2008-2011

Temas de investigación: