Mexico, Guanajuato

Räume des Performativen: Diskurse, Inszenierungen und fragmentierte Identitäten in wachsenden Städten (Dissertationsprojekt)

Institution:

Lateinamerika-Institut

Leitung:

[Projektleitung verlinken] Prof. Dr. Anja Bandau
Forschungsschwerpunkt:

Ansprechpartner:

Luis Enrique Duarte Castillo

E-Mail:

Kurzbeschreibung:
Die Demokratisierung, die Öffnung physischer und imaginärer Grenzen sowie der wirtschaftliche und symbolische Austausch im globalen Kontext haben die nationalen Narrative und das kollektive Imaginäre lateinamerikanischer Länder erschüttert.
Die lokalen Identitäten, Traditionen, Mythen und damit die kollektiven kulturellen Grundlagen dieser Länder entziehen sich somit teilweise der Kontrolle der etablierten Machtstrukturen und werden im öffentlichen Raum von verschiedenen sozialen Akteuren als autonome Interaktionsräume neu konstruiert.
Ein Beispiel hierfür sind die Subkulturen des Rock und Rap, die junge Menschen importieren und sich aneignen, um auf performative Weise eigene Diskurse zu inszenieren. Dabei tritt die Produktion / Reproduktion von transnationalen Symbolen den traditionellen Darstellungen von Identität entgegen.

Das Forschungsprojekt untersucht die Konstruktionsprozesse von Identität durch die Subkulturen anhand einiger beispielhafter Städte Lateinamerikas, welche in den letzten vier Jahrzehnten im Zuge rasanter Wachstumsprozesse ihren ländlichen oder suburbanen Charakter zugunsten einer neu zu definierenden urbanen / transnationalen Identität verloren haben.