Mexico, Guanajuato

Herstellung von Sicherheit im interkulturellen Kontext. Die Allianzen für den Frieden zwischen den Mapuche und dem Staat, Südchile, 1767-1881

Institution:

ZI Lateinamerika-Institut

Forschungsschwerpunkt:

Diese Dissertationsarbeit untersucht die interkulturellen Interaktionen zwischen der Kolonialmacht und der darauf folgenden republikanischen Regierung einerseits und der indigenen Gesellschaft der Mapuche im Grenzgebiet von Südchile im Zeitraum anderseits von 1767 bis 1881 im Kontext der Herstellung von Sicherheit innerhalb des indigenen Territoriums. Fokussiert werden insbesondere die unterschiedlichen und wechselnden „Allianzen für den Frieden“ (alianzas para la paz) zwischen den beiden Gesellschaften als ein dynamischer und einbeziehender Prozess.

 

Übergeordnete Fragestellung:

Welche Bedeutung hatte Sicherheit in den von Herrschaftsansprüchen geprägten Beziehungen zwischen dem kolonialen bzw. dem republikanischen Staat und den Mapuche während des Untersuchungszeitraums?

 

Sicherheitsbegriff im historisch-kulturellen Kontext

  • Wie wurde der Sicherheitsbegriff von indigenen und nicht-indigenen Akteuren interpretiert?
  • Wie lässt sich die Entwicklung des Begriffs Sicherheit im kolonialen und republikanischen Diskurs nachvollziehen?

 

Institutionen und Akteure

  • Welche Rolle in Bezug auf die Herstellung von Sicherheit für die beiden Gesellschaften spielten Institutionen wie Missionen, Parlamente, Märkte und die Schule, eingerichtet als Plattformen für politische Verhandlungen mit der indigenen Gesellschaft?
  • Welche Akteure erbrachten Sicherheitsleistungen und mit welchen Mitteln?
  • Welche Rolle spielten die indigenen Autoritäten als Sicherheitsanbieter („-verkäufer“)  in den Gebieten mit nicht-indigener Besiedlung?