Virgen del Cerro Potosí

© Casa Nacional de la Moneda-Fundación Cultural BCB, Potosí-Bolivial) 

Ein herausragendes Beispiel ist das Gemälde der Maria als Berg im La Moneda-Museum von Potosí, Boliven. Hier sind Maria und der Silberberg von Potosí ein einziges Ganzes, d.h. die christliche Mutter Gottes wird mit Bodenschätzen, dem Inneren der Erde, in Verbindung gebracht.

De facto wird bis heute im Berg auch die Berg-Gottheit Tío verehrt und gleichzeitig der Pachamama Cocablätter auf dem Boden geopfert.  

Die Jungfrau Maria und der Berg bilden eine Einheit. Maria wird von der Dreifaltigkeit gekrönt; zu ihren Füßen befinden sich Papst Paul III., ein Kardinal und ein Priester. Ihnen gegenüber stehen Karl V. und ein Kazike. Zwischen ihnen befindet sich die Weltkugel. Am Fuße des Berges (Cerro Potosí) ist der Inka Maita Capac abgebildet. Sonne und Mond befinden sich links und rechts der Bergjungfrau und implizieren den Aspekt der Krönung aus inkaischer Sicht.

ML