Cuba

Promotionsvorhaben

Arbeitstitel des Dissertationsvorhabens

“Wer waren wir, wer sind wir und wer wollen wir sein? - Selbstwahrnehmungen und Repräsentationen der Bewohner des Biosphärenreservates Calakmul, Mexiko“

Betreuung: Prof. Dr. Ingrid Kummels

Abstract

Das Dissertationsprojekt “Wer waren wir, wer sind wir und wer wollen wir sein? - Selbstwahrnehmungen und Repräsentationen der Bewohner des Biosphärenreservats Calakmul, Mexiko“ ist innerhalb des Graduiertenkollegs dem Forschungsfeld „Räume der Vorstellungen“ zugeteilt. Im Zentrum des Promotionsprojekts stehen die Lebensgeschichten ausgewählter Vertreter einiger Gemeinden Calakmuls sowie die Untersuchung der internen und externen Nutzung moderner Kommunikationsmedien zur Repräsentation dieser Region.

Es wird der Frage nachgegangen, welche Identitätskonstruktionen innerhalb und außerhalb der Gemeinden existieren und wie diese zustande kommen. Ziel ist es, sich dem Selbstverständnis der Bewohner zu nähern und aufzudecken, wem Repräsentationsmacht zusteht und wie diese genutzt wird. Ausgangsbasis der Untersuchung bildet die Annahme, dass sich die Bewohner Calakmuls aufgrund ihrer Migrationserfahrungen und den damit einhergehenden Veränderungen ihrer Lebensumstände, auf der Suche nach einer gemeinsamen Identität befinden. Die Partizipation einiger Gemeindemitglieder im Bereich des Ökotourismus, in archäologischen Projekten und in internationalen Programmen zur nachhaltigen Entwicklung wird u.a. im Internet und Fernsehen thematisiert, wodurch Vorstellungen eines Lebensraums entstehen, die nur geringfügig mit den Lebensrealitäten und Selbstwahrnehmungen der Bewohner übereinstimmen.

Der Untersuchung liegt methodologisch ein qualitativer Ansatz zugrunde, der sich in drei Schritte unterteilen lässt: Im Rahmen mehrerer Feldforschungsaufenthalte sollen im ersten Schritt die Lebensgeschichten einiger Familien (oral history) aufgenommen und analysiert werden. Des Weiteren werden kontemporäre mediale Repräsentationsdaten zusammengestellt. Abschließend sollen diese Daten mit den Bewohnern vor Ort besprochen und analysiert werden.

Während der gesamten Forschung werden die in der Kulturanthropologie gängigen qualitativen Erhebungsmethoden - wie Teilnehmende Beobachtung und Tiefeninterviews - angewandt und audio-visuell festgehalten. Hier wird es von großer Bedeutung sein, die eigenen Repräsentationsformen und -inhalte dauerhaft zu reflektieren. Das hierbei entstehende Material soll nach Abschluss der Dissertation für einen Dokumentarfilm verwendet und für Ausstellungen lokaler Museen genutzt werden.