Cuba

Promotionsvorhaben

Arbeitstitel des Dissertationsvorhabens

"Die costa-ricanische Küche und der Einfluss der kulturellen Globalisierung"

Betreuung: Prof. Dr. Ingrid Kummels

Abstract

Den Begriff "cultural globalization" verwendet Richard Wilk zur Beschreibung eines Zeitraums der Globalisierung, der durch Massenmigration und –tourismus, Expatriates, aber auch durch die Herausforderungen der Eingliederung in den Weltmarkt und der Nationalstaatsbildung geprägt ist.

Für Costa Rica lässt sich diese Periode der kulturellen Globalisierung in den letzten Jahrzehnten erkennen, in denen das Land und auch die Konsumkultur der Costa Ricaner immer stärker durch transnationale Beziehungen beeinflusst wurden, zu denen unter anderem die Migrationsbewegungen, Tourismus, Investitionen transnationaler Firmen und der Einfluss globaler Medien, insbesondere des Fernsehens, zählen.

Im Rahmen der Konsumkultur nimmt Essen, bzw. Essverhalten eine wichtige Stellung ein. Neben seiner Bedeutung im sozialen und kulturellen Leben ist hier auch die Verbindung von Essverhalten und nationaler oder ethnischer Identität zu nennen. Das Essverhalten stellt somit ein wichtiges Thema dar, wenn es darum geht, die Einflüsse der Globalisierung und der transnationalen Beziehungen auf das soziale und kulturelle lokale Leben zu untersuchen.

In meiner Arbeit soll daher die Frage untersucht werden, inwieweit das Essverhalten der Costa Ricaner und die Bedeutung der costa-ricanischen Küche durch die kulturelle Globalisierung beeinflusst werden. Der Einfluss der kulturellen Globalisierung soll dabei anhand der Einflüsse transnationaler Beziehungen untersucht werden, u.a. der nicaraguanischen Transmigration und deren Feminisierung, dem Tourismus, der Investitionen transnationaler Firmen im Lebensmittelbereich und den globalen Kommunikationsmedien.

Die Arbeit soll einen Beitrag zum Verständnis der Beziehung von Globalisierungsprozessen und lokaler Kultur leisten.

Den theoretischen Rahmen bilden, neben Globalisierungstheorien, Theorien zum Konsumverhalten im Allgemeinen und zu Essverhalten und Identität im Besonderen.