Cuba

Annette Schroedl

Freie Universität Berlin

ZI Lateinamerika-Institut

Doktorandin

Aufgabenbereich

Altamerikanistik/Kulturanthropologie

Adresse Rüdesheimer Str. 54-56
14197 Berlin

Wissenschaftlicher Werdegang

  • 09/2009: Annahme als Stipendiatin im Internationalen Graduiertenkolleg „Entre Espacios“ des LAI an der FU Berlin
  • 10/2008–09/2009: InWEnt-Stipendium: Aufenthalt in Mexiko im Rahmen des Promotionsprojektes
  • SS 2007: Aufnahme des Promotionsstudiums am Institut für Historische Ethnologie der Goethe-Universität Frankfurt/M.
  • 01/2007: Studienabschluss M.A. in Historischer Ethnologie an der Goethe-Universität Frankfurt/M. Thema der Abschlussarbeit: Cacicazgos und das Tahuantinsuyu: Die imperiale Politik der Inka lokal verhandelt
  • 07–08/2005: Sprachaufenthalt in Mexiko
  • SS 2005: „Preis für Ausgezeichnete Studentische Arbeiten“ des Instituts für Historische Ethnologie der Goethe-Universität Frankfurt/M. (Kategorie Hauptstudium)
  • 01/2004–07/2008: Studentische bzw. Wissenschaftliche Hilfskraft im ethnologischen Teilprojekt (Prof. Dr. K.-H. Kohl) „Konstitution und historische Transformation indigener Wissenskulturen in Nordamerika“ des SFB/FK 435
  • 05–07/2003: DAAD-Stipendium: Teilnahme am „Homol’ovi Research Project“, University of Arizona, Tucson/AZ, USA
  • SS 2002: Fortsetzung des Studiums an der Goethe-Universität Frankfurt/M.
  • 11–12/2001: Praktikum im IKAT, Museum der Weltkulturen, Frankfurt/M.
  • WS 1999/2000–SS 2001: Studium an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (HF: Ethnologie; NF: Romanistik/Lateinamerikastudien; Vor- und Frühgeschichte)

Forschungsschwerpunkte

Thematische Schwerpunkte

  • Ethnohistorie

  • Politische Ethnologie

  • Ethnologie der Jugend

  • Ethnologie der Globalisierung

  • Transnationalität

Regionale Spezialisierung

  • Mexiko

  • Andengebiet

  • Südwesten der USA


Promotionsvorhaben

Arbeitstitel des Dissertationsvorhabens

"Global vernetzt und traditionell verwoben: Identitätskonstruktion junger Zapoteken in der comunidad Teotitlán del Valle, Oaxaca, Mexiko"

("Tejiendo identidades entre globalozación y tradición: Jóvenes zapotecos en la comunidad de Teotitlán del Valle, Oaxaca, México")

Betreuung: Prof. Dr. Ingrid Kummels

Abstract

El presente proyecto de doctorado enfoca a la generación joven de la comunidad de Teotitlán del Valle en el estado de Oaxaca, México. El objetivo de este estudio etnográfico es dar a conocer lo que significa “ser joven en Teotitlán” para los jóvenes zapotecos y de qué manera ellos van construyendo sus identidades como jóvenes en su comunidad. Ello abarca cuestiones de su autodefinición por un lado, de las estratégias que ellos van empleando para concretar sus proyectos personales por otro lado, así como también de las pautas y estructuras de su vida en grupo. En un marco más amplio voy a demostrar cómo los jóvenes teotitecos al construir sus propias identidades en el contexto de su comunidad local actúan al mismo tiempo como actores transnacionales vinculándose con una comunidad más grande a través de símbolos y tecnologías globalmente usados y entendidos.

Con este estudio etnográfico sobre los jóvenes zapotecos de la comunidad de Teotitlán del Valle pienso contribuir a una antropología de juventud que recién se está formando como área de investigación superando el enfoque de los numerosos estudios sociológicos que hasta ahora han centrado su atención en las así llamadas “culturas juveniles” sin considerar a los jóvenes indígenas como actores sociales ni las cuestiones respecto a la construcción de sus identidades cada vez más cambiantes frente a un mundo globalizado.

 

Im Zentrum des Promotionsprojektes steht die junge Generation der zapotekischen Gemeinde Teotitlán del Valle im mexikanischen Bundesstaat Oaxaca. Ziel dieser als ethnographische Studie angelegten Untersuchung wird es sein, zu ermitteln, was für die jungen Zapoteken „jung sein in Teotitlán“ bedeutet und auf welche Weise sie ihre Identitäten als junge Angehörige ihrer Gemeinde kreieren. Dies umfasst auf der einen Seite Fragestellungen, die die identifikatorische Selbstzuschreibung der jungen Teotitecos sowie die Markierung und Strukturierung ihrer Identifikations- und Interaktionsräume betreffen; auf der anderen Seite gehören hierzu auch handlungs- und projektorientierte Fragestellungen, die die Strategien berücksichtigen, mit denen die jungen Teotitecos ihre persönlichen Ziele und Lebensmodelle umzusetzen versuchen.

Im weiteren Rahmen dieser Studie möchte ich aufzeigen, wie die jungen Teotitecos durch die Konstruktion ihrer eigenen Identitäten im lokalen Kontext ihrer Gemeinde gleichzeitig auch als transnationale Akteure agieren: Durch die Verwendung global verstandener Symbole und global genutzter Technologien klinken sie sich ein in eine größere Gemeinschaft und verweben damit lokal verankerte costumbres und Globalkultur zu einer neuen Textur, die wiederum neue Muster und Räume der lokalen Kultur schafft. Indem ich die jungen Teotitecos demnach als Akteure von Transnationalisierungsprozessen im lokalen Kontext begreife, verorte ich mein Forschungsprojekt innerhalb des GK-Forschungsfeldes „Räume des Lokalen“.

Mit der obig beschriebenen ethnographischen Studie möchte ich zu einer „Ethnologie der Jugend“ beitragen, die sich als Forschungsgebiet erst zu formieren beginnt. Zwar existieren zahlreiche Studien zur Jugend von soziologischer Seite aus, jedoch konzentrieren sich diese  nach wie vor auf das Konzept von urbanen „Jugendkulturen“, ohne dabei junge Indigene als soziale Akteure wahrzunehmen oder Fragestellungen zu diskutieren, die die Konstruktion ihrer Identitäten betreffen, die ja gerade angesichts einer globalisierten Welt einmal mehr in Verhandlung und im Wandel begriffen sind.

Aufsätze/Artikel

  • 2008 La Capacocha como ritual político: Negociaciones en torno al poder entre Cuzco y los curacas, Boletín del Instituto Francés de Estudios Andinos 37 (1): 19–27

  • 2007 Cacicazgos und das Tahuantinsuyu: Die imperiale Politik der Inka lokal verhandelt, http://publikationen.ub.uni-frankfurt.de/volltexte/2007/4709/ (online-Publikation der Magisterhausarbeit)

Vorträge

  • 03/2007: 4. Deutschsprachiges SüdamerikanistInnen-Treffen, Wien: Acllas und caciques: Junge Frauen als Spielball der Politik im Tahuantinsuyu

  • 07/2006: 52. Congreso Internacional de Americanistas, Sevilla: Rituales políticos en el reino de los Incas