Cuba

M.A. Yan Daniel Geoffroy

yangeoffroy

Freie Universität Berlin

ZI Lateinamerika-Institut

Doktorand

Aufgabenbereich

Altamerikanistik/Kulturanthropologie

Adresse Rüdesheimer Straße 54-56
14197 Berlin
E-Mail leinadnay@gmail.com

Akademische Ausbildung

  • Seit 2009:
    Dissertationsthema: "Numeral- Klassifikatoren als Indikatoren für unterschiedliche Spielvarianten im Kontext des mesoamerikanischen Ballspiels"
  • 26. Aug. 2008:
    Studienabschluss (M.A.) in Altamerikanistik mit den Nebenfächern Soziologie und Alte Geschichte.
    Magisterarbeit zum Thema :“Das rituelle Ballspiel – Ikonografische und epigrafische Untersuchungen zur Vielfalt eines verbindenden Kulturelementes Mesoamerikas"
  • Okt. 2003 - Aug. 2008:
    Studium der Altamerikanistik am Lateinamerika-Institut der Freien Universität Berlin.
  • Okt. 2002 - Okt. 2003:
    Studien-Auslandsaufenthalt an der Universidad Nacional Autónoma de México (UNAM)
  • Apr. 1998 - Okt. 2002:
    Unterschiedliche Fächerkombinationen (Mathematik, Physik, Geschichte, Altorientalistik) und freiwilliger Fächerwechsel

Arbeitserfahrung im universitären Bereich

  • Wintersemester 2009/2010:
    - Blockseminar "Maya-Schrift" am Lateinamerika-Institut an der Freien Universität Berlin
    - Blockseminar "Einführung in die Mayaschrift“ am Institut für Linguistik an der Universität Leipzig
  • 13. Jun. 2009:
    Vortrag "Crash-Kurs Mayaschrift“ im Rahmen der langen Nacht der Wissenschaften
  • Aug./Sept. 2008:
    6-wöchiges archäologisches Ausgrabungspraktikum im Rahmen des Forschungsprojektes der Georg- August Universität Göttingen zum früheisenzeitlichen Gräberfeld in Beierstedt
  • Sommersemester 2008:
    Dozententätigkeit: "Ikonographie III (Bild und Schrift bei den Maya)" unter Anleitung des Prof. Jürgen Golte am Lateinamerika-Institut an der Freien Universität Berlin
  • Dez. 2007:
    Teilnahme an der European Maya Conference in Genf
  • Okt. 2006 - Jul.:
    Tätigkeit als e-learning-Tutor am Lateinamerika-Institut an der Freien Universität Berlin
  • Jun. 2004 - Sept. 2008:
    Arbeitstelle als studentische Hilfskraft der Abteilung elektronische Datenverarbeitung am Romanistik Institut der Humboldt Universität

Sprachen

  • Deutsch (Muttersprache)

  • Spanisch (Muttersprache)

  • Französisch (gut)

  • Englisch (gut)

  • Großes Latinum

 

Regionaler Schwerpunkt:

  • Mexiko, Venezuela


Promotionsvorhaben

Arbeitstitel des Dissertationsvorhabens

"Numeral- Klassifikatoren als Indikatoren für unterschiedliche Spielvarianten im Kontext des mesoamerikanischen Ballspiels"

Betreuung: Prof. Dr. Ingrid Kummels

Abstract

Das mesoamerikanische Ballspiel, das seit dem Präklassikum bis in die Gegenwart im Gebiet Mexikos bis Honduras gespielt wird, bildet einen zentralen Pfeiler der präkolumbischen Kulturen in Mesoamerika. Die über 1500 bislang archäologisch erfassten Ballspielplätze bestätigen die Wichtigkeit dieses Kulturelementes in der damaligen Zeit. Im Rahmen des Promotionsvorhabens soll hauptsächlich in der Maya-Region eine epigrafische Untersuchung sogenannter Numeral-Klassifikatoren im Zusammenhang mit archäologischen Daten, ikonografischen Vergleichen und ergänzenden ethnologischen Studien die Bedeutung dieses Zeichens näher bringen. Erhebliche Unterschiede bei der Größe der Ballspielfelder, der Grundrisse und der Form der seitlichen Begrenzungen sowie Beschreibungen in den spanischen Quellen des 16. Jh. lassen auf verschiedene Spielvarianten schließen. Sagen diese Numeral-Klassifikatoren etwas über diese Varianten aus? Forschungsgegenstand ist die Bedeutung der Numeral-Klassifikatoren - insbesondere des naab-Zeichens - im Rahmen des Ballspiels herauszufinden.

Die Prämisse des Promotionsprojektes ist es, das naab-Zeichen als Längeneinheit zu betrachten. Diese Interpretation des dem naab-Zeichen vorangegangenen Zahlenkoeffizienten soll mit weiteren Interpretationen verglichen werden.

Aus der oben genannten Prämisse leiten sich maßgeblich zwei Forschungshypothesen ab. Erstens: das naab-Zeichen sagt als Längeneinheit etwas über die Ballgröße aus. Zweitens: unterschiedlich große Bälle haben unterschiedliche Varianten des Ballspiels zur Folge. Wie spiegeln sich diese jeweiligen Unterschiede in der Archäologie wider? Im letzten Schritt soll dann anhand der gesammelten Daten eine räumliche und zeitliche Karte erstellt werden, aus der die Entwicklung der zahlreichen Spielvarianten hervorgeht. 

Übersicht über die im Zusammenhang mit dem beabsichtigten Promotionsvorhaben einschlägigen Tätigkeiten und Erfahrungen

  • Eigene Vorarbeiten im Rahmen meiner Magisterarbeit zur statistischen Untersuchung des Zusammenhangs zwischen der ikonografisch dargestellten Körpergröße, der Ballgröße und des Numeral Klassifikators naab.

  • Teilnahme an der European Maya Conference 2007 in Genf. Workshop zum Thema „Ballgame" unter Anleitung von Christophe Helmke, Harri Kettunen und Ramzy Barrois teilgenommen habe.

  • Dozententätigkeit (Lehrauftrag ohne Entgeld) zu "Einführung in die Maya‐Schrift“ am Lateinamerikainstitut SoSe 2008 und im WiSe 2009/2010 am Lateinamerikainstitut und dem Institut für Romanistik an der Universität Leipzig

  • Teilnahme am Workshop zum Thema : "Temple of the Murals on the Vulture Hill: Epigraphy of the Bonampak Region“ unter Anleitung von Dmitri Beliaev und Alexandre Safronov im Rahmen der European Maya Conference 2009 in Krakow.

Anvisierte Aktivitäten:

  • Besuch einer Sprachschule in Chiapas, um Kenntnisse in Ch’ol und/oder Tzotzil zu verbessern und um die neuen Erkenntnisse im epigrafischen Teil der Analyse des naab Zeichens einfließen zu lassen.

  • Teilnahme am "Texas Maya Meeting“ Symposium in Antigua

  • Ausgrabungen in Quirigua. Genauere Untersuchung des dortigen Ballspielplatzes