El húsar de la muerte

El húsar de la muerte

Chile 1925, R: Pedro Sienna, D: Pedro Sienna, Hugo Silva, D: Pedro Sienna, María de Hannig, Dolores Anziani, Hugo Silva, Piet van Ravenstein, Federico Geimza, 63’ 35 mm span. ZT

© Cineteca de la Universidad de Chile

Sagenumwobener Volksheld, Liebling der Frauen, Verkleidungskünstler und Kämpfer für die Freiheit... Manuel Rodríguez (1785–1818) hat sich in Chile zu einem Mythos entwickelt, in dem Fiktion und Realität verschmelzen. Die verschiedenen Facetten des chilenischen Unabhängigkeitskämpfers – manche verbürgt, andere der kollektiven Phantasie des chilenischen Volkes entsprungen – bieten den Stoff für Pedro Siennas Film El Húsar de la Muerte. Entstanden 1925 zur Hochzeit der chilenischen Stummfilmproduktion, bedient sich Sienna avantgardistischer Gestaltungsmittel und verknüpft die reale Welt mit der Welt der Träume. Die vielseitige Cineast Sienna führte nicht nur Regie, sondern schrieb auch das Drehbuch und spielte selbst die Hauptrolle. Mit El Húsar de la Muerte schuf er ein lateinamerikanisches Stummfilm-Meisterwerk und ein beeindruckendes Porträt der chilenischen Gesellschaft zur Zeit der Unabhängigkeit, ohne dabei sein Hauptziel aus den Augen zu verlieren: das Publikum zu unterhalten. Die Überlieferungsgeschichte von El Húsar de la Muerte erscheint ebenso abenteuerlich wie das Leben des Helden, von dem der Film erzählt: Mehrmals galt der Film schon als verschollen, doch er wurde stets wieder entdeckt. Mittlerweile existiert sogar eine restaurierte Filmkopie, El Húsar de la Muerte ist Teil des chilenischen Kulturerbes geworden. Clyde Jeavons, der den Film 2007 auf dem London Film Festival sah, feierte ihn als „eines der originellsten Schmuckstücke, die je gezeigt wurden”.

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