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Neue Bücher von Leonie Schuster und Javier Francisco erschienen

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News vom 13.01.2019

Leonie Schuster, Brasilianische Höhenflüge: Luftpioniere und Imaginationen von Nation und Welt in Brasilien, 1900-1922

In einer Zeit, in der Fliegen eher Sensation denn Selbstverständlichkeit, mehr Experiment als planmäßige Routine war, faszinierte diese Technologie Menschen rund um den Globus und trieb sie zu vielfältigen kulturellen Antworten. In Brasilien nahmen Luftfahrt und vor allem ihre transnational eingebundenen Akteure, die Luftfahrpioniere, schon früh einen zentralen Platz im nationalen Sebstverständnis ein. Worauf beruhte ihre Bedeutung? Warum eignete sich Luftfahrt als Projektionsfläche für die nationale Selbstvergewisserung und wie äußerte sich dies? Anhand einer großen Bandbreite an Text- und Bildquellen analysiert die Autorin, wie zwischen 1900 und 1922 in Brasilien Luftfahrtpioniere repräsentiert und Luftfahrtereignisse gedeutet wurden. Durch global- und kulturgeschichtliche Kontextualisierung zeigt sie auf, wie auf diese Weise Ideen von der brasilianischen Nation und von ihrem Platz in der Welt geschaffen wurden. Das Buch beleuchtet sowohl die zeitgenössischen Bedeutungshorizonte von Luftfahrt in Brasilien als auch brasilianische Perspektiven auf eine zunehmend zusammenwachsende Welt und die eigene Positionierung darin.


Javier Francisco, Die spanisch-amerikanische Jesuiten-universität in Córdoba, Argentinien. Transatlantische Verflechtungen und gesellschaftliche Verankerung in der Kolonialzeit.

Mit der Errichtung und Ausbreitung der frühneuzeitlichen europäischen Imperien verbreiteten sich europäische Sprachen, religiöse Vorstellungen und Praktiken, neue Wirtschaftsformen sowie Rechtsdenken und -institutionen. Gerade in Spanischen Imperium wurden diese tiefgreifenden gesellschaftlichen Tansformationen durch umfassende Bildungsstrukturen getragen - allen voran die Universitäten. Sowohl die Krone als auch die katholischen Orden errichteten höhere Bildungseinrichtungen, die durch Prozesse des Kulturtransfers auf koloniale Bedürfnisse eingingen und damit eingeständige Entwicklungen nahmen. Der Autor untersucht zum ersten Mal aus einer transatlantischen Perspektive die gesellschaftliche Verankerung einer spanisch-amerikanischen Jesuitenuniversität und zeigt dabei auf, wie aus mehreren Kontinenten Personal gezielt angeworben wurde, die Universität neben Lehre auch Forschung betrieb und bei der Studentenschaft darauf geachtet wurde die Breite der Gesellschaft abzubilden - ein bisher in der Forschung wenig beachtetes Phänomen. Damit gelingt es dem Autor einen innovativen Ansatz der Universitätsgeschichtsschreibung zu verfolgen, um zu neuen Erkenntnissen zu gelangen.

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