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International cooperations

Wissenschaftler/innen aus Berlin und Buenos Aires im Instituto de Desarollo Económico Social (IDES)

Wissenschaftler/innen aus Berlin und Buenos Aires im Instituto de Desarollo Económico Social (IDES)

Wissenschaftler/innen aus Berlin und Porto Alegre bei einem Workshop an der PUCRS

Wissenschaftler/innen aus Berlin und Porto Alegre bei einem Workshop an der PUCRS
Image Credit: Stefan Rinke

Wissenschaftler/innen aus Berlin und Porto Alegre bei einem Workshop an der PUCRS

Wissenschaftler/innen aus Berlin und Porto Alegre bei einem Workshop an der PUCRS
Image Credit: Stefan Rinke

Hendrikje Grunow, Lasse Hölck, Mónika Contreras Saiz (links) mit Kollegen der Universidad de los Andes.

Hendrikje Grunow, Lasse Hölck, Mónika Contreras Saiz (links) mit Kollegen der Universidad de los Andes.
Image Credit: Stefan Rinke

Seit vielen Jahren arbeiten wir eng mit Kolleg/innen in Lateinamerika zu verschiedenen Themen. Eine Auswahl der Projekte wird hier vorgestellt. Unten auf der Seite lassen weitere Informationen zu verschiedenen Hochschulkooperationen finden.

In den aktuellen Debatten zur neueren Geschichte steht die Auseinandersetzung mit den Prozessen der Globalisierung, des Transfers und der Vernetzung im Vordergrund. In Europa und Lateinamerika werden jedoch durchaus unterschiedliche theoretische Ansätze verfolgt. Während sich Wissenschaftler/innen des Lateinamerika-Instituts (LAI) in Berlin intensiv mit Fragen des Transfers beschäftigen, erforschen Wissenschaftler/innen des Instituto de Desarollo Económico Social (IDES) in Buenos Aires Dynamiken und Entwicklungen von Wissenszirkulationen. Unter Anderem mit dem Workshop „Wissenstransfers und -zirkulationen zwischen Argentinien und Europa im 19. und 20. Jahrhundert" (Programm) werden diese Forscherinnen und Forscher zusammengeführt, um theoretische und methodische Probleme der genannten Forschungsfelder zu diskutieren. Damit wird ein transatlantisches, transnationales Forschungsthema in einem ebenso angelegten Forscherteam bearbeitet.

 

Die transnationalen Wissenszirkulationen lassen sich in zwei analytische Ebenen unter­gliedern: zum einen die Akteur/innen als Träger und Vermittler des Wissens, die sich an der Initiierung, dem Ausbau und der Aufrechterhaltung von Wissensflüssen beteiligten oder von diesen profitierten; zum anderen die Zirkulation von Ideen, Konzepten und Repräsentationen sowie die Regulierung von Wissen. Diese beiden Analyseebenen werden im Rahmen der vom DAAD im PROBRAL-Programm geförderten Forschungskooperation mit der PUCRS in den Themenbereichen Staat und Wissenspolitik, wissenschaftliches Wissen im atlantischen Kontext, Intellektuelle, Ideentransfers, Rezeptionsgeschichte und Translation und Migration, Wissen und Lebenswelt untersucht (Bericht Workshop).

 

Durch die Fritz Thyssen-Stiftung gefördert arbeiten Forscherinnen und Forscher der Abteilung Geschichte zusammen mit Kolleginnen und Kollegen des S. Daniel Abraham Center for International and Regional Studies der Tel Aviv University an einem neuen Ansatz auf dem Feld der Ethnic Studies. Mit dem Ziel, Immigration in der breiteren Forschung zu Ethnizität in Lateinamerika zu positionieren, schlagen wir „New Ethnic Studies“ vor. Wir weisen auf Einzigartigkeit und Homogenisierung abzielende Tendenzen in der Migrationsgeschichte zurück. Stattdessen wird ein Ansatz unterstützt, der die lokal und national bedingten Umstände der ethnischen Identifikation betont. In diesem Zusammenhang mag der Prozess, Italo-Brasilianer zu werden eher dem Weg gleichen, Deutsch-Brasilianer zu werden als Italo-Chilene. Zudem erinnert dieser Ansatz Historikerinnen und Historiker daran, dass die Präsenz von aus (Im)migrationsbewegungen resultierenden Gruppen die Vorstellungen von Weißheit, Indigenität und/ oder Blackness herausfordert, welche die Konstruktion nationaler Identitäten in Lateinamerika prägen.

 

In den vergangenen Jahren haben sich Themen der Erinnerung zu einem zentralen Forschungsfokus (Forschung zur Erinnerung am LAI) entwickelt und sind zudem in öffentlichen Debatten äußerst präsent. Hinsichtlich Lateinamerika wird die Aufmerksamkeit diesbezüglich vor allem auf Verbrechen und Militärdiktaturen gerichtet. Im Rahmen dieser aktuellen Diskurse steht die Auseinandersetzung um die Beziehung zwischen Erinnerung auf der einen Seite und Konfliktlösung auf der anderen Seite im Vordergrund. An dieser Stelle setzt die Kooperation mit der Universidad de los Andes an. Unter anderem wurde bereits in einem Workshop (Bericht) ein Rahmen zur Diskussion der Besonderheiten des kolumbianischen Falls im lateinamerikanischen und globalen Kontext geboten.

Drittmittelprojekte: Der Einfluss von Erinnerungsarbeit in der kolumbianischen Bildungsgemeinschaft: Zur Erforschung von Geschichtsbewusstsein

MemoriAL - Interdisciplinary Latin American Memory Research Network

 

The International Research Training Group (IRTG) ‘Temporalities of Future’, a cooperation of the Institute for Latin American Studies of Freie Universität Berlin, several institutes of Humboldt-Universität zu Berlin, Universität Potsdam, El Colegio de México, Universidad Nacional Autónoma de México and Centro de Investigaciones y Estudios Superiores en Antropología Social, aims at a new perspective on the study of temporalities of the future in social and cultural sciences. In close cooperation with colleagues from different disciplines, we want to contribute to the growing field of research on temporalities of the future by realigning investigations towards a better understanding of global entanglements and the meaning of cultural heterogeneity, with Latin America standing as an example of both aspects. Focusing on the aspirations and anticipations of various actors who produce new temporalities of the future through constant interaction offers a new approach and adds a much-needed perspective on subaltern and non-Western agency with regard to the future. The close cooperation of German and Mexican academic institutions allows for a multidirectional investigation of temporalities of the future in colonial, postcolonial and contemporary Latin America, fostering joint empirical and theoretical research in an innovative interdisciplinary framework.


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