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DESCRIPTION: In den 1930er Jahren fanden verfolgte Juden und Gegner des Naz
 i-Regimes  Schutz in  Bolivien\, als kaum ein Land in Lateinamerika diesen 
 Menschen Exil  bot. Zugleich gab es in Bolivien eine einflussreiche deutsch
 e Kolonie\, die sich den Geflüchteten  gegenüber  sehr  ablehnend verhielt\
 , denn viele  deren Mitglieder  vertraten eine nationalsozialistische Gesin
 nung. Nach 1945 kamen  erneut Einwanderer aus Deutschland\,  darunter Nazis
  wie Hans Ertl\, einst Kameramann von Leni Riefenstahl. Dessen Tochter Moni
 ka schloss sich später der Guerrilla-Bewegung  ELN an und soll den Mörder v
 on Che Guevara erschossen haben. Und es kamen  NS-Täter\, die sich der Stra
 fverfolgung in Europa entziehen wollten. Dazu gehörte Klaus Barbie\, der „S
 chlächter von Lyon“ und nun CIA-Agent. Die Kultur- und Sozialanthropologin 
 Dr. Juliana Ströbele-Gregor hat als Jugendliche in den 1950er Jahren diese 
 merkwürdige sozio-politische Gemengelage und die genannten Personen  erlebt
 . Ihre Forschung  befasste sie sich   mit der Geschichte dieser unterschied
 lichen sozialen Gruppen\, den verschiedenen sozialen Räumen ihrer Abgrenzun
 g/ Begegnung und den Beziehungen zur bolivianischen Gesellschaft. 
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SUMMARY:Coloquio Interdisciplinario: Juliana Ströbele-Gregor\, &amp;quot\;Spure
 nsuche: von geflüchteten Juden\, Deutscher Kolonie und Nazis in Bolivien&amp;qu
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