Modul Lateinamerika in konstituierenden Texten und Kontexten (Wahlpflicht)
Qualifikationsziele:
Die Studierenden besitzen grundlegende Kenntnisse über ausgewählte literarische Werke der lateinamerikanischen Wissensproduktion (literarische, kulturhistorische, sozialgeschichtliche, u. a.) sowie über textwissenschaftliche Ansätze und Interpretationstraditionen, die zur Konstituierung der lateinamerikanischen Kulturen beigetragen haben. Sie können diese unter Beachtung der Besonderheit der Region Lateinamerika in historische, kulturelle und mediale Kontexte einordnen. Sie verstehen essayistischer Repräsentationsformen Lateinamerikas (z. B. Theorien lateinamerikanischer Essayistik, gattungsspezifische Genese und Transformation, Rezeptionsprozesse, kulturtheoretische Debatten) und ihre Transformation im Zusammenhang von kontinentalen und globalen Verflechtungsprozessen.
Inhalte:
In diesem Modul stehen ausgewählte essayistische Werke Lateinamerikas im Fokus, die einen Eindruck von der Vielfalt und den Besonderheiten lateinamerikanischen essayistischen Denkens und Schreibens und seiner kulturspezifischen Funktion vermitteln. Die Studierenden werden im Rahmen der Beschäftigung mit Essays unterschiedlicher disziplinärer Herkunft (Literatur- und Kulturgeschichte, Geschichte, Gesellschaftstheorie, u. a.) in textwissenschaftliche und kulturtheoretische Interpretationsansätze eingeführt und mit der historischen und kulturellen Einordnung der Texte im regionalen Kontext vertraut gemacht. Dabei werden ausgewählte essayistische Repräsentationsformen Lateinamerikas analysiert und ihre Transformation infolge der kontinentalen und globalen Verflechtungsprozesse anhand von historischen und gegenwärtigen Fällen mittels textwissenschaftlicher und textkritischer Fragestellungen exemplarisch diskutiert.
Das Modul besteht aus zwei Seminaren. Ein Seminar wird im Wintersemester angeboten, ein weiteres Seminar im Sommersemester.