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Fragen zum Auslandssemester

Bitte informiere dich vor Antritt deines Auslandssemesters genau über das Studienangebot und sprich deine Präferenzen bzw. bereits feststehende Kurswahl ab. In Absprache mit der Masterkoordination und der jeweiligen Betreuungsperson der Abschlussarbeit muss vor der Abreise geklärt werden, welche Kurse anerkannt werden können (zusätzlich Beratungsprotokoll einreichen). Nur so lässt sich sicherstellen, dass sich der Studienabschluss nicht verzögert.

Konkret bedeutet dies:

Du besuchst Kurse (möglichst auf Masterniveau) im Ausland im Umfang von 540 Minuten pro Woche (d.h. 12 Semesterwochenstunden) aus dem Angebot der Geistes- und Sozialwissenschaften zur Vorbereitung deines MA-Vorhabens. Dafür werden dir nach deiner Rückkehr Wissenschaftspraxis II und das Projektmodul I angerechnet. Beachte, dass jedoch in erster Linie die Anforderungen der Gastuniversität/ des Abkommens zum Umfang der zu besuchenden Kurse bindend sind. Studierende werden angehalten, die Kurswahl im Auslandssemester mit ihrer Betreuungsperson vor- und ggf. auch nachzusprechen und eventuelle Abweichungen der Kurswahl gegenüber der Betreuungsperson zu begründen. Die Kurse müssen „bestanden“ werden und im Transcript stehen.

Bitte beachte: Handelt es sich um ein Auslandssemester im Rahmen von Erasmus+, wird weniger auf die Minuten pro Woche, sondern auf die Zahl der Leistungspunkte (30 pro Semester) geachtet, die im europäischen Ausland besser vergleichbar sind. Es wird ein Learning Agreement im Vorfeld unterzeichnet.

Grundsätzlich sollte die Wahl der Gastuniversität im Hinblick auf die geplante Masterarbeit geschehen. Die Direktaustausch-Kontakte der Freien Universität ermöglichen den relativ unkomplizierten Zugang zu zahlreichen Universitäten in Lateinamerika. Ein Direktaustausch beinhaltet auch die Befreiung von Studiengebühren an der Gastuniversität und teils ein zusätzliches Stipendium. Auch das LAI hat Kooperationsabkommen (convenios) mit vielen Universitäten, die eine vereinfachte Kommunikation ermöglichen. Zudem bietet der Austausch über Erasmus+ viele Möglichkeiten. Darüber hinaus ist es auch möglich, an ein Auslandssemester an einer anderen Universität selbst zu organisieren (free mover).

Da das Erasmus+-Programm für Auslandsaufenthalte in Europa konzipiert ist, wird es von Studierenden der Lateinamerikastudien oft nicht sofort als Option für einen Auslandsaufenthalt wahrgenommen. Dennoch kann es sinnvoll sein, mit Erasmus+ ins europäische Ausland zu gehen. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn das Forschungsvorhaben der Masterarbeit z.B. auf Archivarbeit beruht (beispielsweise im Archivo General de Indias in Sevilla), wenn man den Kontakt zu geeigneten Expert_innen in Europa sucht oder wenn Studierende eine bestimmte Forschungsrichtung an einem anderen Institut vertiefen möchten. Zudem kann es auch sinnvoll sein, auf die Erasmus+-Praktikumsförderung zurückzugreifen.

Bei der Nominierung an der Partneruniversität muss das Bachelorzeugnis vorliegen. Die Nominierungsfristen liegen in der Regel zwischen Februar und April. Das bedeutet, dass ein Bachelorzeugnis prinzipiell nachgereicht werden könnten. Aufgrund der knappen Zeit muss aber bei der Bewerbung ein Nachweis darüber eingereicht werden, dass bereits alle Prüfungsleistungen erbracht wurden.

Nein, wenn du im 3 Fachsemester ein Auslandsstudium absolvierst, musst du weder das Modul Wissenschaftspraxis noch das Projektmodul am LAI belegen und abschließen. Du absolvierst nach Absprache Kurse an der Universität im Ausland im Umfang von 30 LP. Diese können dir anschließend für das Modul Wissenschaftspraxis noch das Projektmodul anerkannt werden. Du kannst, wenn du magst, aber dennoch den Online-Begleitkurse "Wissenschaftspraxis" am LAI zusätzlich/ freiwillig absolvieren, ohne dafür jedoch LP zu erhalten.

Für den Direktaustausch muss mindestens ein Empfehlungsschreiben einer_s FU-Professor_in/ wissenschaftlichen_r Mitarbeiter_in eingereicht werden. Es kann aber auf Wunsch gerne zusätzlich ein Empfehlungsschreiben eines_r Professor_in von einer anderen Universität/ Einrichtung eingereicht werden.

Informiere dich bitte genau, was die jeweilige Gastuniversität verlangt (Anzahl der Gutachten, Sprache der Gutachten, ausstellende Person etc.).

Für den Direktaustausch mit lateinamerikanischen Universitäten wurde ein spezielles Sprachzertifikat entwickelt, welches dem Sprachenzentrum vorliegt und das den Ansprüchen der lateinamerikanischen Universitäten Rechnung trägt (und welches sich leicht vom DAAD-Sprachzertifikat unterscheidet). Da dieses Sprachzertifikat bei der Nominierung eingereicht werden muss, sollte es auch bei der Bewerbung verwendet werden. Informiere dich bitte auf den Seiten des Direktaustausch und des Sprachenzentrums über die Termine u.a. für Sammelprüfungen in Spanisch.

Das Studium der Romanistik bzw. die Immatrikulation im MA Lateinamerikastudien können das einzureichende Sprachzertifikat nicht ersetzen.

Wenn ein Auslandssemester absolviert wird, dann werden die 30 LP „aus dem Ausland mitgebracht“, d.h. sie werden nicht am LAI erworben.

Es ist jedoch möglich (und in fachlicher Hinsicht auch durchaus sinnvoll), freiwillig am Online-Begleitkurs "Wissenschaftspraxis" (angebote immer im WiSe) zur Exposé-Vorbereitung sowie ggf. freiwillig an einem Projektmodul teilzunehmen. Wichtig ist in diesem Falle, dass die Buchung nicht über das Campus Management erfolgt. Die Anmeldung zur freiwilligen Teilnahme kann im Falle von Wissenschaftspraxis per Mail bei Karina Kriegesmann bzw. im Falle der Projektmodule bei den entsprechenden Lehrenden erfolgen. Die Eintragung in den Kurs im Blackboard würde dann manuell erfolgen. Es werden so aber keine Leistungspunkte erworben. Die 30 Leistungspunkte werden hingegen im Auslandsstudium erworben. Eine Mischung des Leistungspunkteerwerbs im Auslandssemester und in Kursen des Lateinamerika-Instituts ist nicht möglich.

Ja! Sowohl für ein Auslandssemester an einer Uni um Ausland oder auch für die Durchführung einer Feldforschung im Ausland kann ein Urlaubssemester bei der FU beantragt werden. Die erbrachten Leistungspunkte an der anderen Universität werden trotzdem angerechnet.

Zunächst sind eine Bewerbung sowohl für ein Erasmus-Auslandssemester als auch für ein Direktaustausch-Auslandssemester möglich. Sofern für beide Programme eine Zusage vergeben wird (Nominierung), muss allerdings zeitnah entschieden werden, welches Programm genutzt wird und wo das Auslandssemester stattfinden soll. Es würde dann ein Platz angenommen.

Dies geschieht in der Regel innerhalb von wenigen Tagen bzw. Wochen nach dem Bewerbungsgespräch. Die Rückmeldung liegt relativ schnell vor.

Die PROMOS-Förderung wird zweimal im Jahr i.d.R. im Frühjahr und im Herbst ausgeschrieben für ein Vorhaben in der nächsten Jahreshälfte. Wir empfehlen eine frühe Vorbereitung der Bewerbung.