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MA-Seminar: "Terms of Work - Konzepte und Praktiken der (Zwangs)Arbeit. Deutschland und Mexiko im Vergleich" (SoSe 2020)

22.04.2020 | 14:00 - 16:00

Trotz der zunehmenden Aufmerksamkeit in Medien und Politik gibt es in Soziologie und Politikwissenschaft kaum eine verlässliche empirische Forschung über (Zwangs-)Arbeit, die in der Geschlechter-und Ungleichheitsdimension gleichermaßen relevant ist. In den letzten Jahrzehnten ist allerdings eine global-, kolonial- und rechtsgeschichtliche Forschung entstanden, die „Zwang“ und „Freiheit“ nicht als fixe und binäre, sondern als sich überlappende und verschachtelte soziale Phänomene auf einem Kontinuum von Praktiken, Verträgen, Status und sozialen Bedingungen untersucht. Hieran knüpft das Forschungsprojekt „Der globale Wandel der Kategorie Zwangsarbeit“ (FU Berlin/Universität Potsdam) an. Wurde (Zwangs-)Arbeit während der Zwischenkriegszeit auf die Kolonien bezogen, wird sie heute in den Strukturkontext globaler geschlechtlicher und sozialer Ungleichheit gestellt. Als weltweites Phänomen ist sie regional und sektoral unterschiedlich ausgeprägt. Diesen Zusammenhang wollen wir vergleichend im deutschen/europäischen und im lateinamerikanischen/mexikanischen Kontext analysieren. Das Seminar gibt Gelegenheit, sich konzeptionell und wissenssoziologisch mit Formen von (Zwangs-)Arbeit zu beschäftigen. Es bietet zudem die Möglichkeit, sich mit der gegenwärtigen Erforschung dieser Arbeitsformen aus einer Geschlechter- und Ungleichheitsperspektive vor allem auch im Rahmen von eigenen Recherchen zu befassen.

Zeit & Ort

22.04.2020 | 14:00 - 16:00

Boltzmannstr.1 / 003