Springe direkt zu Inhalt

Wegbereiter, Netzwerker und Visionäre in den 1960er-Jahren

Innerhalb ihrer Netzwerke in Berlin, der Bundesrepublik und auf internationaler Ebene trieben verschiedene Personen in den 1960er-Jahren die Idee voran, in Berlin ein lateinamerikanisches Zentrum aufzubauen.

Innerhalb ihrer Netzwerke in Berlin, der Bundesrepublik und auf internationaler Ebene trieben verschiedene Personen in den 1960er-Jahren die Idee voran, in Berlin ein lateinamerikanisches Zentrum aufzubauen.
Bildquelle: LAI

Es entwickelte sich zwischen verschiedenen Vertretern und einer Vertreterin aus Wissenschaft, Politik und Kultur ein reger Austausch, in dessen Mittelpunkt die angestrebte Errichtung eines lateinamerikanischen Zentrums in Berlin stand. Dieses sollte die vor Ort bislang getrennt voneinander stattfindenden Initiativen verbinden und zu Lateinamerika lehrende und forschende Personen unter anderem am Romanischen Seminar und am Soziologischen Institut der Freien Universität Berlin sowie im Ibero-Amerikanischen Institut zusammenführen. In Briefwechseln, Gesprächen und Sitzungen konkretisierten die Beteiligten ihre Vorstellungen. In Westberlin, in der Bundesrepublik und in Süd- und Nordamerika nutzten sie ihre Kontakte, um in unterschiedlichen Kontexten Unterstützung für ihr Vorhaben zu erhalten.1

Zentrale Absichten der drei „Gründungsväter“:
  • Errichtung eines lateinamerikanischen Zentrums in Berlin mit den drei Hauptabteilungen Ibero-Amerikanisches Institut, Forschung und Lehre sowie Austausch mit Lateinamerika
  • Förderung der Beziehungen zu Lateinamerika unter anderem durch Gastprofessuren, die Aufnahme von Studierenden, die Kontaktpflege zu Universitäten, die Unterstützung der Regierungen bei Forschungsaufträgen und die Betreuung von Besucherinnen und Besuchern aus der gesamten Region
  • Schaffung von Studien- und Arbeitsmöglichkeiten sowohl für Deutsche als auch für Lateinamerikanerinnen und Lateinamerikaner, welche insbesondere an Seminaren, Vorlesungen und Forschungsprojekten teilnehmen sollen, die sich mit ihren Heimatländern beschäftigen
  • Aufbau von sechs Lehrstühlen für eine umfassende Ausbildung der Studierenden in verschiedenen Disziplinen
  • Angebot kleiner Lehrveranstaltungen, um den Kontakt und die Zusammenarbeit zwischen Studierenden und Lehrenden zu fördern und um lateinamerikanischen Studierenden die Eingliederung in den hiesigen Kulturkreis zu erleichtern

1 Nachlass Hirsch-Weber, Sondersammlungen, IAI SPK, N-0086 b 15, Dok. 10-12, Hirsch-Weber an Bock (13.6.1962).

Temporalities
GIH
CDOH Logo
Historamericana_Logo mit Schriftzug
Logo_MemoriAL
For_Memory4.small
Zwischen Räumen
logo_sfb700
Einstein Foundation