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Die "Violencia" in Kolumbien: Verbotene Erinnerung? Der Bürgerkrieg in Politik und Gesellschaft 1948-2008, Historamericana 22 (Stuttgart: Heinz 2009)

Historamericana 22

Historamericana 22
Bildquelle: © Heinz Verlag

Sven Schuster – 2009

Der kolumbianische Bürgerkrieg der 1940er und 50er Jahre - in Geschichtsbüchern schlicht als "La Violencia" bezeichnet - wirkt bis heute nach. Kolumbiens Spezialisten in der Erforschung der Gewalt, die so genannten "violentólogos", halten den Konflikt zwischen Anhängern der Liberalen und der Konservativen Partei für die entscheidene Zäsur im 20. Jahrhundert. Diese Einschätzung beruht auf der Annahme, dass die Violencia der Ursprung des heutigen Konfliktes zwischen linksgerichteten Guerillas und dem Staat sei. Im Unterschied zu den bisherigen "Violencia"-Studien, die sich zumeist auf den Verlauf des Krieges konzentrierten, versucht der Autor, die Geschichtspolitik der politischen Eliten von den 50er Jahren bis heute nachzuzeichnen. Es geht ihm darum, die sichtbaren und verborgenen Mechanismen zu analysieren, mit denen die Schuld der Eliten aus dem kollektiven Gedächtnis gelöscht werden sollten. Gleichzeitig stellt er die Frage, welche gesellschaftliche Gruppen dem politischen Diskurs von "Vergeben und Vergessen" Widerstand leisteten und wie erfolgreich sie dabei waren. Handelt es sich bei der blutigen Epoche der Violencia um "verbotene" Erinnerung?

Titel
Die "Violencia" in Kolumbien: Verbotene Erinnerung? Der Bürgerkrieg in Politik und Gesellschaft 1948-2008, Historamericana 22 (Stuttgart: Heinz 2009)
Verfasser
Sven Schuster
Datum
2009-04
Art
Text
 

ISBN: 978-3-88099-691-5

464 Seiten

34,50 Euro

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