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(Un-)Sicherheit und Rechtsstaatlichkeit

Angesichts der Tatsache, dass die seit den 1980er Jahren beobachtbaren Demokratisierungsprozesse in den lateinamerikanischen Ländern von einer massiven Zunahme an Gewalt und Kriminalität, aber auch von besonderen Ausprägungen von (Un-)Rechtsstaatlichkeiten begleitet sind, untersucht dieser Forschungsbereich zunächst die empirischen Manifestationen dieser Prozesse sowie deren politischen und sozialen Konsequenzen. Insbesondere geht es um die Frage nach dem öffentlichen Charakter von Rechtsstaatlichkeit und Sicherheitserbringung. Andererseits haben die im Kontext der Demokratisierungsprozesse entstandenen neuen sozialen Bewegungen in Lateinamerika auch – und häufig beeinflusst von transnationalen Rechtsdiskursen – zu neuen Auffassungen von Recht und Rechtsstaatlichkeit in der Zivilgesellschaft sowie zu tief greifenden Reformen von Verfassungen und nationalen Gesetzgebungen geführt, insbesondere in den Bereichen Antidiskriminierung, Antirassismus, Minderheitenschutz und Gleichstellung von Frauen. Ein zweiter Schwerpunkt dieses Forschungsfeldes untersucht daher neue Konfigurationen des Rechts in Lateinamerika.

 

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