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Forschung

Das Lateinamerika-Institut beteiligt sich mit seiner Forschungsagenda über die Region Lateinamerika hinaus an aktuellen Entwicklungen in den area studies. Im Rahmen des Forschungsprofils Lateinamerika: Verflechtungen und Translationen werden die Voraussetzungen, Bedingungen und Ausprägungen der lateinamerikanischen Moderne betrachtet. Hierbei steht eine dezentrierende Perspektive im Mittelpunkt der Analyse verflochtener Entwicklungen europäischer und außereuropäischer Gesellschaften. Zur Erforschung der vielfältigen transkulturellen Dynamik sozialer Bewegungen und politisch-ökonomischer Transformationsprozesse ist neben der Transformations- und Transkulturalitätsforschung auch die Translationsforschung als Schnittstelle kultur- und sozialwissenschaftlicher Ansätze als Forschungsansatz etabliert worden. Dabei werden auch weitere Weltregionen einbezogen und Verbindungen zu unterschiedlichen Forschungstraditionen und historischen Perspektiven hergestellt. Im Einzelnen werden vier Forschungsstrategien verfolgt:

  • Stärkere Verzahnung von area studies und Disziplinen;
  • Stärkere Kooperation zwischen Kultur- und Sozialwissenschaften;
  • Fokussierung auf Transformation, Transkulturalität und Translationsprozesse;
  • Verflechtungsgeschichtliche Ansätze und historische Perspektivierung.

Diese Forschungsstrategien leisten einen innovativen Beitrag zur Überwindung der Fragmentierung von disziplinärer Forschung und area studies. Zugleich fördern sie die Entwicklung interdisziplinärer und dezentrierender Forschungsperspektiven auf die verflochtenen historischen Entwicklungen sowie auf die jeweils spezifischen Ausprägungen moderner europäischer und außereuropäischer Gesellschaften jenseits der dichotomisierenden Kategorien von Zentrum und Peripherie.

 

 

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