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Verflochtene Geschichte

Die neuere historische und kulturanthropologische Forschung untersucht Globalisierungsprozesse im Sinne wachsender Verflechtungen sowie deren Brüche. Die nationalhistorische Engführung und eurozentrische Perspektive überwindend, beschäftigen sich die Forschungsprojekte der historischen Disziplinen daher mit den transnationalen, transregionalen und translokalen Verflechtungen, die die Vergangenheit Lateinamerikas nicht erst seit der europäischen Eroberung prägen. Sie decken dabei das Kontinuum von der Frühgeschichte der 'ersten Amerikaner', über die von Menschen aus den Amerikas, Europa, Afrika und Asien geformten Kolonialgesellschaften bis zur jüngsten Zeitgeschichte ab. In räumlicher Hinsicht beschäftigen sie sich mit den Regionen der Amerikas in ihrer ganzen Vielfalt und transregionalen Verflechtung. Thematisch kreisen die Forschungen um die Rolle Lateinamerikas in den Globalisierungen seit 1492, um den Themenkomplex der Identitätsbildung sowie um den sozialen und kulturellen Wandel im Zuge der Modernisierungsprozesse. Fokussiert werden die Mobilität der Akteure, die Wirkmächtigkeit medialer Repräsentationen in Schrift, Bild und Performances sowie die konkreten interkontinentalen Verflechtungen der darauf aufbauenden Wissensprojekte und Historizitäten.

 

 

 

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