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Migration und Gender

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Bildquelle: Foto: Kristina Bode

Die sozial- und kulturwissenschaftliche Migrationsforschung hat sich in den letzten Jahrzehnten stark differenziert. Anstatt der Vorstellung von Migration als einem unilinearen Prozess vom Herkunftsort in das Ankunftsland, wird Migration in der Forschung der letzten Jahrzehnten zunehmend als transnationaler und transkultureller Prozess konzipiert. Damit einhergehend werden verstärkt Genderverhältnisse in Verbindung mit Fragen nach ciudadanía und Ethnizität sowie die Feminisierung dieser Migrationsprozesse untersucht. Am LAI forschen Mitarbeiter/innen und Studierende zu Themen wie Genderrollen und ethnische Identitäten indigener und afromestizischer Migrant_innen, die Feminisierung von Migration sowie die spezifische Situation von LGBTIQ-Migrant_innen und fokussieren hierbei insbesondere intersektionale Perspektiven.

Internet als sozialer Raum Medienpraktiken

digital violence image

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Die Politikwissenschaft versteht das Internet als einen weiteren sozialen Raum, der von den Machtverhältnissen von Geschlecht, Rassismus, Klassismus und Sexismus geprägt ist. In dem von Berliner Chancengleichheitsprogramm finanzierten Projekt “Feminist politics and the fight against violence in the era of digitalization”wird einerseits  zu analysiert, wie geschlechtsspezifische Gewalt in diesem Raum fortgesetzt wird und inwieweit die soziale Netzwerke Plattformen, der Staat sowie Algorithmen dafür verantwortlich sind. Andererseits versucht das Projekt auch, feministische politische Strategien zum Umgang mit Gewalt im Internet durch digitale Selbstverteidigung und Verkörperung zu berücksichtigen. Mit dem Fokus auf den Körper bringen diese Frauen Materialität in diesen scheinbar virtuellen Raum zurück und machen dadurch ihre Machtverhältnisse sichtbar.

Food for Justice: Power, Politics, and Food Inequalities

food

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Bildquelle: Foto: Lena Vennes

Bei Food for Justice geht es darum, die globale Ernährungssicherheit auf faire und ökologische Weise zu  erreichen. Sie befasst sich mit sozialer Mobilisierung, die auf Ungerechtigkeiten im Ernährungssystem abzielt, und sozialen und politischen Innovationen, die auf Ungleichheiten eingehen, die die Ernährungssicherheit untergraben, wie Klasse, Geschlecht, Race, Ethnizitäten und Nationalität..Food for Justice untersucht normative Fragen von Ungleichheit und Gerechtigkeit, Rechte und Demokratie,  die in Diskursen um die Frage "Wie werden wir die Welt ernähren?" aufkommen. Es gibt eine zunehmende Politisierung in der Produktion, dem Vertrieb und dem Konsum von Nahrungsmitteln, da die Beziehungen der Nahrungsmittelherstellung durch wirtschaftliche, soziale, politische, kulturelle und ökologische  Ungleichheiten strukturiert sind. Die Bürger nehmen zunehmend das globale Ernährungssystem als Teil der historischen Ursachen der ökologischen Krise und des anhaltenden Hungers in der Welt wahr. Obwohl die Gründe dafür lange bekannt neigt die Forschung zur Ernährungssicherheit und Bioökonomie dazu auf Althergebrachtes zu vertrauen: Sie sucht nach technologischen Festsetzungen für ein gewinnorientiertes Modell bei gleichzeitiger Ausbeutung der Lebenden Materie. Was zur Vertiefung der Debatte benötigt wird, ist mehr Wissen darüber, welches Nahrungsmittelsystem sich Bürger wünschen, welche Lösungen bereits vorhanden sind, die soziale Anliegen ansprechen und wie öffentliche Politiken auf ein faires undnachhaltiges Ernährungssystem umgeleitet werden können. Food of Justice kombiniert theoretische Perspektiven von globale Ungleichheiten, feministische und postkoloniale Theorien mit der sozialen Bewegungsforschung in Bezug auf Nahrungsmittelgerechtigkeit und wird Herausforderungen und Lösungen sowohl in Europa/Deutschland als auch in Lateinamerika/Brasilien untersuchen. Food for Justice befasst sich mit der sozialen Mobilisierung, die auf Ungerechtigkeiten im Ernährungssystem abzielt, und mit sozialen und politischen Innovationen, die auf Ungleichheiten eingehen, die die Ernährungssicherheit untergraben, wie Klasse, Geschlecht, Race, Ethnizitäten und Nationalität.

Gender & Diversity

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Bildquelle: Foto: Kristina Bode

Genderwissen und Nachhaltigkeit

Genderwissen

Genderwissen
Bildquelle: Foto: Kristina Bode

Gendering von Gewaltprozessen

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Bildquelle: Foto: Kristina Bode

Lateinamerikanische Schriftsteller*innen, Poet*innen und Dramaturg*innen verarbeiten seit der Kolonialzeit Gewalterfahrungen in ihren Werken. Die brutale Unterwerfung durch die europäischen Kolonisatoren, die Brutalität der Unabhängigkeitskriege, Diktaturen und Revolutionen sind im literarischen Kanon die dominanten Themen, wenn es um die Repräsentation von Gewalterfahrungen, den damit verbundenen Traumata und der Memoria geht. Die Darstellungen genderspezifischer Gewalt sind jedoch nicht auf diese Themenfelder eingeschränkt, sondern führen die Leser*innen in private Kontexte, durch Beschreibungen von häuslicher Gewalt, sexuellem Missbrauch sowie Gewalt gegen Homosexuelle und Transpersonen. Durch Analysen literarischer Werke anhand von feministischen und Gendertheorien, werden die strukturelle Bedingtheit von geschlechterspezifischer und sexueller Gewalt deutlich.

Intersektionalität

Intersektionalität

Intersektionalität
Bildquelle: Foto: Kristy Johnson (CC BY-NC-ND 2.0)

Performativität & Performance

performance

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Bildquelle: Foto: Kristina Bode

Judith Butler definierte in „Gender Trouble“ Gender als performativen Akt. Die Performativität von Gender wird in Performances (Theater, Musik, Tanz) auf unterschiedliche Arten repräsentiert, reflektiert, hinterfragt und subvertiert. Beispielsweise werden im Theater queere Identitäten ins Zentrum gerückt, im Rap, Reggaeton oder Reggae wird Feminismus performt und Tanz dient nicht mehr vorwiegend ästhetischen Ansprüchen, sondern rückt queere Körper und die sie dominierenden sozialen Konstrukte ins Zentrum. Performance wird zum Schauplatz der Performativität von Gender.

Wissenszirkulation

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Bildquelle: Foto: Kristina Bode

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Zwischen Räumen
Forschungszentrum Brasilien
Studien der Inklusion, Intersektionalität und sozialer Gleichheit