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Fallstudien

Fallstudie 1 Wir haben es satt! befasst sich mit der Kampagne "Meine Landwirtschaft" in Deutschland, einem breiten Bündnis von mehr als 50 Nichtregierungsorganisationen und sozialen Bewegungen, das seit 2011 jährlich einen Protestmarsch unter dem Motto Wir haben es satt! organisiert. Sie mobilisert Menschen aus dem ganzen Land nach Berlin, um eine Agrar- und Ernährungswende zu fordern.

Fallstudie 2 Marcha das Margaridas ist ein Zusammenschluss von Frauenbewegungen für ein alternatives Model ländlicher Entwicklung, Sozialpolitik und Frauenrechte, welches Forderungen wie Ernährungssouveränität und Agrarökologie einschließt. Dieser wird von ländlichen Gewerkschaften in Partnerschaft mit Agrar- und feministischen Bewegungen organisiert und hat seit dem Jahr 2000 bereits sechs Mal stattgefunden, wobei Frauen aus ganz Brasilien in die Hauptstadt Brasília kamen.

Fallstudie 3 Alternative Lebensmittelnetzwerke (AFNs) umfasst die gemeinschaftsgestützte Landwirtschaft in Deutschland, welche als Solidarische Landwirtschaft (SoLawi), bekannt ist, sowie weitere Initiativen die alternativen Formen der Verbindung zwischen Produktion und Konsum etablieren wollen.

Fallstudie 4 Articulação Nacional de Agroecologia (ANA oder Nationale Agrarökologische Artikulation) ist ein Netzwerk rund um Erfahrungen mit Agrarökologie in Brasilien, das ländliche soziale Bewegungen, städtische Landwirtschaft, selbstorganisierte Nachbarschaften in armen Vorstädten, Hausgärten, und feministische Bewegungen umfasst.

Fallstudie 5 Lokale Ernährungssysteme in der Stadt Belo Horizonte konzentriert sich auf politische Innovationen auf lokaler Ebene, in der Metropolregion Belo Horizonte, Minas Gerais, Brasilien. Seit der Umsetzung eines integrierten Ansatzes zur Ernährungssicherheit in den 1990er Jahren, gilt die Stadt als Modellfall für die Förderung des Menschrechtes auf Nahrung und wurde unter anderem in FAO-Veröffentlichungen vorgestellt.

Aufgrund des Aufkommens der Gesundheitskrise und der damit verbundenen sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen wurde die Forschungsfrage „Wie hat die Covid-19 Pandemie zu einer verstärkten Sichtbarmachung, Verschärfung oder Verringerung der Ernährungsungleichheiten beigetragen?“ in das Projekt aufgenommen. Um diese Frage zu klären, wurde eine Reihe an Fallstudien unter dem Sammelbegriff Fallstudien zur Covid-19 Pandemie und Ernährungsungleichheiten miteinbezogen. Während in Brasilen die Ernährungsunsicherheit nachweislich zunimmt, insbesondere in ärmeren Haushalten, die von Frauen oder Schwarzen Personen geführt werden, scheinen die Verwundbarkeiten in Deutschland anders zu liegen, und vorrangig die Situationen von migrantischen Arbeiter*innen in der Lebensmittelindustrie und Landwirtschaft zu betreffen. In beiden Ländern werden die Auswirkungen der Pandemien auf Ernährungsungleichheiten analysiert. Dabei werden wir erforschen, wie Ernährungsbewegungen und alternative Lebensmittelnetzwerke sich an die Pandemie angepasst und die Notwendigkeit für Reformen und Wandel in der Ernährungspolitik bestritten haben.

Schlagwörter

  • Agroecological food networks
  • Animal and protein farming
  • Gender, environment and nutrition
  • Pesticides