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Politische Kulturen und Bewegungen

Politische Kulturen und Bewegungen

Frauenbewegungen und soziale Bewegungen, in denen Frauen als Hauptakteurinnen partizipieren, artikulieren Probleme der geschlechtlich markierten Aus- und Eingrenzung sowie der politischen Subjektkonstitution. Ihre Anerkennung in politischen Zusammenhängen (auf internationaler, nationaler und lokaler Ebenen) gelingt immer nur partiell. Dies belegen die Debatten um Demokratie und Differenz, um die Konstruktion von Geschlechtsidentitäten und Körper, um sexuelle Gewalt und geschlechtsspezifische soziale, politische und zivile Rechte.

Die wissenschaftliche Fokussierung auf Geschlechterverhältnisse und politische Kultur ist im Kontext der Auseinandersetzung mit neuen Ansätzen der Gendertheorie entstanden. Einerseits wird zunehmend der Beitrag von Frauenbewegungen und feministischen Gruppen zur (Demokratisierung?) Umstrukturierung und Sicherung von Bürger- und Menschenrechten in Lateinamerika thematisiert. Andererseits wird der Blick kritisch auf die Möglichkeiten und Grenzen der politischen Frauenorganisationen für die Demokratisierung des Staates bzw. für die Erweiterung von Handlungsräumen und Entscheidungskompetenzen von Frauen im Rahmen neoliberaler Politik und im Kontext der Internationalisierung gerichtet.

Zuständige Wissenschaftlerinnen: Prof. Dr. Marianne Braig, Dr. Stephanie Schütze, PD Dr. Martha Zapata
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