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Prof. Dr. Carmen Ibáñez

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Freie Universität Berlin

ZI Lateinamerika-Institut

Professorin

Altamerikanistik/Kultur- und Sozialanthropologie, Vertretungsprofessur

Adresse
Rüdesheimer Str. 54-56
Raum R 224
14197 Berlin

Sprechstunde

Sprechstunden finden zur Zeit immer montags zwischen 16 und 18 Uhr via Webex statt. Eine vorherige Anmeldung per E-Mail ist notwendig.

Akademischer Werdegang

2019 – heute         Habilitationsvorhaben in Sozial- und Kulturanthropologie, Lateinamerikainstitut (LAI), Freie Universität Berlin. Thema: Fragmented Future? Projections, Expectations, and Imaginaries in the Popular Markets of the Andes

2008 – 2013          Promotion in Politikwissenschaft, Universität Rostock, Thema: Consecuencias políticas de la migración interna en Bolivia

1997 – 2004          Studium der Soziologie, Universidad Mayor de San Andrés (UMSA), La Paz (Abschluss: Licenciatura)

1998 – 2003          Studium der Wirtschaftswissenschaften, Universidad Católica Boliviana (UCB), La Paz (Abschluss: Licenciatura)

Berufliche Erfahrungen

2025 – heute         Gastprofessorin, Altamerikanistik/Kultur- und Sozialanthropologie am Lateinamerikainstitut (LAI), Freie Universität Berlin.

2019 – heute         Postdoktorantin und Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Internationalen Graduiertenkolleg „Temporalities    of Future“ am Lateinamerikainstitut (LAI), Freie Universität Berlin

2017 – 2019          Annemarie Schimmel-Stipendiatin, Abteilung für Altamerikanistik, Institut für Archäologie und Kulturanthropologie, Universität Bonn

2017 – heute         Ombudsperson und freie Beraterin, Eirene e.V. – Internationaler Christlicher Friedensdienst e.V.

2016                      Gastwissenschaftlerin, Center for Latin American Studies, University of Florida

2015 – 2016          Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Abteilung für Iberische und Lateinamerikanische Geschichte, Universität zu Köln

2013 – 2014          Forschungsstipendiatin, Kompetenznetz Lateinamerika, Universität   zu Köln

2005 – 2006          Gastwissenschaftlerin (DAAD-Stipendiatin), Institut für Iberische und Lateinamerikanische Geschichte (IHILA), Universität zu Köln

2005 – 2006          Stipendiatin, Abteilung für Iberische und Lateinamerikanische Geschichte, Universität zu Köln

2005                      Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Institut für sozioökonomische Forschung (IISEC), Universidad Católica Boliviana, La Paz, Bolivien

2004                      Wissenschaftlerin zum Thema: „Demokratie und Multikulturalismus im Militär“, am Kanadischen Forschungsinstitut der Streitkräfte und Bolivianischen Verteidigungsministerium

2002 – 2003          Wissenschaftliche Hilfskraft, Programm zur Armutsbekämpfung, Pastoral Social Cáritas Bolivien

2001                      Wissenschaftliche Hilfskraft, CIPCA – Zentrum für Forschung und Förderung der Bauernschaft, La Paz

Lehrveranstaltungen

WiSe 2025/2026              Seminar „Sprache als Macht: Benennung, Konnotation, und kulturelle Bedeutung“. Freie Universität Berlin.

WiSe 2025/2026              Haupseminar „Wer ist indigen?“ Alterität, Repräsentation und die Erfindung des Othering“. Freie Universität Berlin.

WiSe 2025/2026             Forschungskolloquium Kultur- und Sozialanthropologie. Freie Universität Berlin

WiSe 2025/2026             Grundkurs „Konstituierung Lateinamerikas“. Freie Universität Berlin.

09/2024                        Gemeinsame Lehrtätigkeit mit Prof. Dr. Ana María Hernández, Latin American Civilizations (ELS204), The City University of New York

WiSe 2022/2023              Grundkurs „Theorien und Methoden der Kultur- und Sozialanthropologie“. Freie Universität Berlin

SoSe 2021                       Seminar „¿El mercado popular como museo?: Marcos de significación, folklorización y musealización“. Freie Universität Berlin

WiSe 2020/2021              Seminar „Etnohistoria. Entre vigencias y emergencias“. Freie Universität Berlin

01-02/2019                   Kompaktkurs „Investigación y metodología para elaboración de artículos científicos“. Universidad Mayor de San Andrés (UMSA), La Paz: PhD-Programm

10-11/2018                              Sommerschule „Social Inequalities and Sustainable Development: Local – National – Global Tensions in Andean Territories”. Freie Universität Berlin/Pontificia Universidad Católica del Perú (PUCP)

WiSe 2017/18                 Plenum „La etnicidad leída desde la desigualdad. Universität Bonn

SoSe 2017                       Plenum „Dinámicas socioculturales en la región andina del siglo XX:

Migración, etnicidad y mercados. Universität Bonn

04/2017                        Trainerin im Programm „DIES ProGRANT: Proposal Writing for Research Grants”. Universität zu Köln/DAAD, Buenos Aires

WiSe 2014/15                 Seminar „Migración y etnicidad en la región andina del siglo XX“. Universität zu Köln

SoSe 2014                       Seminar „Migración y etnicidad en América Latina“. Universität zu Köln (gemeinsame Lehrtätigkeit mit Dr. Albert Manke)

SoSe 2010                       Seminar „Chile, Perú, Bolivia (1810-2010): Una historia de relaciones y conflictos“. Universität zu Köln (gemeinsame Lehrtätigkeit mit Dr. Antonio Sáez-Arance)

WiSe 2009/10                  Seminar „Von der Straße in die Parlamente – Soziale Bewegungen in Südamerika. Universität Rostock (gemeinsame Lehrtätigkeit mit Dr. Manuel Paulus)

S1/2 2001                     Lehrassistenz „Teoría macroeconómica“. Universidad Mayor de San Andrés (UMSA), La Paz (SHK bei Professor Julio Mantilla)

S1/2 2000                     Lehrassistenz „Historia del pensamiento económico“. Universidad Católica Boliviana (UCB), La Paz (SHK bei Professor Napoleón Pacheco)


Gastvorlesungen

WiSe 2024/2025              Beitrag zur Vorlesung „Konzepte und Kontexte der Lateinamerikaforschung“. Freie Universität Berlin (Einladung Prof. Dr. Susanne Klengel)             

SoSe 2024                       Beitrag zum Grundkurs „Lateinamerikastudien damals und heute“. Freie Universität Berlin (Einladung Dr. Karina Kriegesmann)    

SoSe 2021                       Beitrag zur Vorlesung „El avance de la derecha en América Latina". Freie Universität Berlin (Einladung Prof. Dr. Sergio Costa)

09/2019                       Beitrag zur Vorlesung „Indigenous women in international relations". Amherst            College. (Einladung Prof. Dr. Manuela Picq)

03/2014                        Beitrag zur Vorlesung „Teoría Política". Universidad Mayor de San Andrés, Departamento de Ciencias Políticas, La Paz (Einladung Prof. Dr. Moira Zuazo)

02/2012                        Beitrag zur Vorlesung: „Análisis social y político de la inmigración" und „Teoría del Bienestar". Universidad Autónoma de Madrid (Einladung Prof. Dr. Michael Janoschka)

Schwerpunkte in Lehre und Forschung

Forschungsmethodik

Indigene Epistemologie und Ontologie (Quechua-Kichwa und Aymara)

Soziale und politische Ethnographie der Zeitlichkeiten

Dekolonialisierung

Geschlechterfragen in den Anden

 

Erfahrungen im Wissenschaftstransfer

Entwicklung und Implementierung des „Rassismuskritischen Veränderungsprozesses“ (RKVP), einer antirassistischen Arbeitsmethodik, als Beraterin bei der Organisation der internationalen Zusammenarbeit Eirene e.V. Bei der ersten externen Evaluation erhielt der RKVP eine sehr gute Bewertung.

„Was bedeutet es, indigen zu sein? Indigene Völker in Lateinamerika. Pädagogische Methode für Workshops für Kinder der 3. Klasse (Grundschule) und 7. Klasse (Gymnasium) des Bildungssystems des Landes Nordrhein-Westfalen in Deutschland.

Regionaler Schwerpunkt:

  • Bolivien
  • Ecuador
  • Peru

Aktuelles Projekt:

„Eine fragmentierte Zukunft? Vorstellungswelten, Prognosen und Erwartungen auf den Volksmärkten der Anden“

Dieses Projekt hat zum Ziel, zu analysieren, wie sich Multitemporalitäten, (verstanden als Koexistenz verschiedener historischer, sozialer und wirtschaftlicher Zeitregime) auf die Zukunftsvorstellungen, Hoffnungen und kollektiven Prognosen auf den Volksmärkten der Anden auswirken. Aus einer interdisziplinären Perspektive, die theoretische und methodologische Instrumente der Anthropologie, Soziologie und Ökonomie miteinander verbindet, soll untersucht werden, wie diese Räume alternative Formen der Zukunftsvorstellung prägen, insbesondere in Kontexten, die durch kulturelle Heterogenität, historische Ungleichheit und strukturelle Ausgrenzung gekennzeichnet sind.

Die Studie geht vom Volksmarkt nicht nur als Ort des wirtschaftlichen Austauschs aus, sondern auch als soziokulturelle Arena, in der verschiedene Zeitvorstellungen aufeinandertreffen und ausgehandelt werden. Insbesondere wird die Begegnung zwischen einer sich bewegenden, spiralförmigen Temporalität, die mit der Quechua-Kichwa-Aymara-Episteme verbunden ist, und einer linearen Temporalität, die für die Vorstellungswelt der Moderne charakteristisch ist, thematisiert. In diesem Zusammenhang stellt sich die zentrale Frage: Wie kann aus zeitlich gegensätzlichen Vorstellungswelten eine gemeinsame Zukunft entworfen werden?

Gleichzeitig wird untersucht, wie der Staat in mehreren lateinamerikanischen Ländern versucht, Volksmärkte in Rahmenkonzepte der touristischen Erschließung und Folklorisierung einzubinden und gleichzeitig die Konsumformate der Einkaufszentren zu bestätigen. Dieser Widerspruch wird noch deutlicher, wenn man bedenkt, dass in bestimmten Teilen des sogenannten globalen Nordens das Interesse an gemeinschaftlichen Praktiken und kurzen Vermarktungswegen, wie sie für Volksmärkte typisch sind, als Strategie zur Bekämpfung der Auswirkungen des Hyperindividualismus wiederauflebt.

Ausgehend von dieser doppelten Spannung untersucht das Projekt die Strömungen, Verknüpfungen und Episteme, die die wirtschaftliche Logik der Volksmärkte strukturieren, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Rolle indigener Frauen liegt, die in diesen Räumen eine wichtige, wenn auch nicht ausschließliche Rolle spielen. Wir möchten die Mechanismen der Selbstregulierung, die informellen Institutionen und die wirtschaftlichen Praktiken verstehen, die ein komplexes System der Akkumulation, Umverteilung und Zirkulation von Kapital bilden. Außerdem wird untersucht, wie diese lokalen Dynamiken der Wirtschaftsorganisation die kollektiven Prognosen und die Entwicklung von Wohlstandsnarrativen beeinflussen.

Wenn, wie die hegemoniale Moderne behauptet, die Wirtschaft den strukturellen Kern des sozialen Lebens bildet und der Konsum ihr wichtigster Indikator für Wohlstand ist, stellt diese Studie die Frage: Aus welchen zeitlichen Grammatiken heraus denken und planen indigene Gemeinschaften die Zukunft? Was verrät uns die indigene Episteme der Zukunft über die Grenzen des dominierenden Entwicklungsmodells?

 

 

 

 

Monografien

2026                     The domestication of time (im Review-Prozess)

2026                     Como indios nos ha dominado, como indios nos vamos a liberar: Ontologías y epistemologías indígenas en los Andes. Lausanne: Peter Lang Verlag (im Review-Prozess)

2018                     Consecuencias políticas de la migración interna en Bolivia. Madrid/Frankfurt: Iberoamericana/Vervuert

2009                     Poder, masculinidad y jerarquía en la construcción identitaria del cadete: caso Colegio Militar del Ejército. (Arbeit für den Licenciatura-Abschluss) La Paz: Universidad Mayor de San Andrés

Artikel in Fachzeitschriften und Buchbeiträge

2026                     Introducción. In: Carmen Ibáñez (Hg. ): Como indios nos ha dominado, como indios nos vamos a liberar: Ontologías y epistemologías indígenas en los Andes. Lausanne: Peter Lang Verlag, 1-20 (im Review-Prozess).

2026                     Entre el aborto y la maternidad: El cuerpo indígena como territorio político. In: Carmen Ibáñez (Hg. ): Como indios nos ha dominado, como indios nos vamos a liberar: Ontologías y epistemologías indígenas en los Andes. Lausanne: Peter Lang Verlag. (im Review-Prozess).

2025                     Insurgent Temporalities: coloniality of time and epistemic justice in the Andes. Theorising Temporalities, Special Issue for Anthropological Theory. (im Review-Prozess).

2025                     Antropología crítica del tiempo internacional. In: Raúl Salgado, I. Vallejo, Betty Espinoza (Hg. ): Aristas del pensamiento político internacional latinoamericano del siglo XXI. Quito: Serie FORO/FLACSO (im Druck).

2024                     Nociones temporales y sociedades colonizadas. In: Bernd Hausberger, R. Pérez, S. Rinke, C. Zamorano (Hg. ): Temporalidades del futuro. Lo colonial, lo posible y lo político. Ciudad de México: El Colegio de México, 29-52.

2019                     La migración como estrategia política de resistencia. In: Santiago Bastos (Hg. ): La etnicidad recreada. Desigualdad, diferencia y movilidad en la América Latina global. Guadalajara: CIESAS, 387-418.

2018                     El cuerpo como evidencia: etnicidad y género en los Andes. In: FIAR. Journal of the International Association of Inter-American Studies, Vol. 10 (2), 66-84.

2017                     Politisierung von Indigenität in Bolivien. In: Jochen Kemner (Hg. ): Indigenitätsmappe: El mundo al revés: Pueblos Indígenas en América Latina. Unterrichtsmaterialienreihe „Wissen um globale Verflechtungen“. Bielefeld: Kipu

2017                     Where is the development? Challenging the concept of development from the perspective of Buen Vivir. In: Lukas Rehm, J. Kemner, O. Kaltmeier (Hg.): Politics of Entanglements in the Americas: Connecting Transnational Flows and Local Perspectives. Inter-American Studies/ Estudios Interamericanos Vol. 19. Trier: Wissenschaftlicher Verlag/Bilingual Press. S. 187-199

2017                     Reproduktion indigener Stereotypen in Bolivien. In: Rebeca Steger et al. (Hg.): Subalternativen. Postkoloniale Kritik und dekolonialer Widerstand in Lateinamerika. Münster: Edition Assemblage, 125-138.

2017                     La migración interna en la construcción de la identidad nacional. In: Antonio Saez-Arance et al. (Hg.): Identidades nacionales en América Latina. Discursos, saberes y representaciones. Stuttgart. Verlag Hans-Dieter Heinz/Academischer Verlag Stuttgart, 241-251.

2016                     Negociaciones de etnicidad y ciudadanía: Ayllu vs. Sindicato. Research Network for Latin America Working Paper, Series No. 16.          

2015                     Diversidad y heterogeneidad, pero ante todo migrantes. In: Barbara Potthast et al. (Hg. ), Dinámicas de inclusión y exclusión en América Latina. Conceptos y prácticas de etnicidad, ciudadanía y pertenencia. Madrid/Frankfurt: Iberoamericana/Vervuert, 203-216.

– Sonstige Veröffentlichungen

2024                     „Rassismuskritischer Veränderungsprozess“, Panelistin, 11. Nationale Konferenz der Multiplikatoren und Förderer der internationalen Zusammenarbeit. Berlin.

2024                     Einführung zum Sonderheft In: „Overcoming racism together “ Eirene e.V./Caritas.

2022                     „Las nociones temporales del colonizado“. In: Columnas del Futuro, The New School College, New York.

2021                     „Consecuencias políticas de la migración interna“. In: El Canto del Tordo. Nº 5, El Alto: SJM.

2020                     „El significado de la migración interna para los cambios políticos en Bolivia“. In: Matices. Zeitschrift zu Lateinamerika, Spanien und Portugal, Nr. 101.

2020                     „Coronavirus in Zeiten des Pachakutik“. In: Bulletin Eirene e.V.

2020                     „Viviendo como las sardinas“. Zeitung El País (Bolivien).

2020                     „Was es bedeutet, ‚der Andere‘ zu sein“. In: Bulletin Eirene e.V.

2020                     „El amor en tiempos de coronavirus“. Zeitung El País (Bolivien).

2018                     Interview mit der bolivianischen Feministin María Galindo von Mujeres Creando. Mit Britt Weyde. In: ILA, Zeitschrift der Informationsstelle Lateinamerika, Nr. 417, Bonn.

2015                     Movimientos sociales en Bolivia. In: Lobato Mirta, Barbara Potthast, Johanna Below, Débora Bendocchi, Carmen Ibáñez, Bea Wittger et al. (Hg.): Soziale Bewegungen in Lateinamerika. Kollektive Aktionen testen die Grenzen der Macht. Ausstellungskatalog, Forschungsnetzwerk Lateinamerika.        

2014                     „Frau sein in Deutschland. Eine Betrachtung aus lateinamerikanischer Perspektive“. In: ILA, Zeitschrift der Informationsstelle Lateinamerika, Bonn, Nr. 380 (11).

2009                     „Bolivien und Venezuela: ein Vergleich“. Mit Jesús Azcargorta. In: Politikum, Studentische Zeitung für Politik und Gesellschaft. Nr. 1.

2008                    „Bolivia: país de conflictos“. In: Matices. Zeitschrift zu Lateinamerika, Spanien und Portugal, Nr. 59 (4).