Preise & Auszeichnungen

News vom 07.04.2015


Friedrich Wilhelm Bessel-Forschungspreis an Juan A. Echeverri

Der kolumbianische Ethnologe und Ethnolinguist Prof. Dr. Juan A. Echeverri hat den mit 45.000 Euro dotierten Friedrich Wilhelm Bessel-Forschungspreis der Alexander von Humboldt-Stiftung erhalten. Der Wissenschaftler der Universidad Nacional de Colombia, Campus Amazonia, wurde gemeinsam von der Literaturwissenschaftlerin Prof. Dr. Susanne Klengel, Lateinamerika-Institut der Freien Universität Berlin, und Dr. Barbara Göbel, Direktorin des Ibero-Amerikanischen Instituts der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, vorgeschlagen. Mit der Ehrung verbunden ist die Förderung eines Forschungsprojektes im Jahr 2015 an beiden Institutionen. Juan A. Echeverri wird von März bis Juni und September bis Dezember 2015 in Berlin zum Thema „Transamazonischer Wissenstransfer zwischen Lokal und Global: die Materialität von Ethnographie, indigenen Literaturen und Erinnerung“ arbeiten.
Juan Echeverri hat nach Einschätzung der Auswahlkommission unterschiedliche Perspektiven wie Ethnolinguistik, Literatur und Ökologie miteinander verknüpft und damit die transkulturelle Amazonien-Forschung entscheidend weiterentwickelt. Seine interdisziplinären Arbeitsschwerpunkte sowie seine umfassenden empirischen Erfahrungen als Ethnologe und Ethnolinguist ergänzen die enge Zusammenarbeit mit indigenen Autorinnen und Autoren. Ihre Präsenz fördert er in öffentlichen Debatten zur Geschichte, Gegenwart und Zukunft Amazoniens.
Bei seinem Aufenthalt in Berlin beteiligt sich der renommierte Wissenschaftler an der langjährigen interdisziplinären Amazonien-Forschung des Lateinamerika-Instituts und an der wissenschaftlichen Erschließung der einmaligen Sammlungen des Ibero-Amerikanischen Instituts von Text-, Bild- und Tonquellen zu diesem Kulturraum.

Friedrich-Katz-Dissertationspreise 2014

Im Rahmen der AbsolventInnenfeier des LAI wurden am 16. Dezember 2014 die Friedrich-Katz-Dissertationspreise 2014 verliehen. Der 1. Preis in Höhe von 1.500 Euro ging an die Soziologin Dr. Javiera Cienfuegos Illanes für ihre im Kontext des Internationalen Graduiertenkollegs „Zwischen Räumen - Entre Espacios“ entstandene Dissertation zum Thema "Conyugalidad a distancia. Resignificaciones en la intimidad y organización de familias transnacionales“ (Erstgutachter: Prof. Dr. Sérgio Costa). Der 2. Preis in Höhe von jeweils 500 Euro ging an Dr. Berit Callsen für ihre ebenfalls im Kontext des Internationalen Graduiertenkollegs "Zwischen Räumen - Entre Espacios" entstandene literaturwissenschaftliche Dissertation zum Thema „Mit anderen Augen sehen. Aisthetische Poetiken in der französischen und mexikanischen Literatur“ (Erstgutachter: Prof. Dr. Dieter Ingenschay, Humboldt-Universität zu Berlin, Zweitgutachterin: Prof. Dr. Susanne Klengel) und an Maria Lidola (Kulturanthropologie) für ihre Dissertation zum Thema „Intime Arbeit und Unternehmerschaft brasilianischer Frauen: Aushandlungsräume, Zuweisungspraktiken und Positionierungen in Berliner Waxing Studios“ (Erstgutachterin: Prof. Dr. Ingrid Kummels).
Der nach dem renommierten Historiker Friedrich Katz (1927-2010) benannte Preis wird seit 2012 alle zwei Jahre für hervorragende, interdisziplinär anschlussfähige Dissertationen am Lateinamerika-Institut vergeben.

Hedwig-Hintze-Frauenförderpreis 2015

Tabea Huth hat am 11.02.2015 im Rahmen der Semesterabschlussfeier am Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften den diesjährigen Hedwig-Hintze-Frauenförderpreis erhalten, der vom Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften der Freien Universität Berlin einmal im Jahr für eine herausragende Dissertation verliehen wird. Damit wird ihre Studie zum Thema "Travesti Performance in the Mexican Border City of Tijuana" ausgezeichnet. Die kulturanthropologische Dissertation entstand innerhalb des internationalen Graduiertenkollegs "Zwischen Räumen. Bewegungen, Akteure und Repräsentationen der Globalisierung" am Lateinamerika-Institut der Freien Universität Berlin. Tabea Huth forscht zu Themen wie Queer-Theorien, Postkoloniale Theorien, Gender- und Raumtheorien, ihr regionaler Schwerpunkt liegt dabei auf Mexiko mit besonderem Fokus auf das Grenzgebiet Mexiko/USA.

Preis der Friedrich-Meinecke Gesellschaft

Mónika Contreras Saiz, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Arbeitsbereich Geschichte, wurde von der Friedrich-Meinecke Gesellschaft im Dezember 2014 mit einem Sonderpreis für eine hervorragende geschichtswissenschaftliche Dissertation des Jahres 2013 am Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften der Freien Universität Berlin ausgezeichnet.

Förderpreis der Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg 2014

Matti Steinitz (Magister Lateinamerikanistik) erhielt am 20. Januar 2015 den Förderpreis der Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg 2014 für seine Magisterabschlussarbeit „Black Power in Lateinamerika. Nord-Süd-Dialoge in der afroatlantischen Diaspora“, die im Bereich Literaturen und Kulturen Lateinamerikas von Prof. Dr. Susanne Klengel und Dr. Alexandra Ortiz Wallner betreut wurde. Die Arbeit untersucht aus einer interdisziplinären Perspektive wie Migrationsbewegungen und die diasporische Verbreitung von afro-US-amerikanischer Musik dazu beigetragen haben, dass sich die Black-Power-Bewegung auch in unterschiedlichen lateinamerikanischen Kontexten bemerkbar machte. Dieser Nord-Süd-Dialog ermöglichte die Entstehung antirassistischer Bewegungen und transnationaler Netzwerke in Lateinamerika. Die Laudatio hielt Prof. Dr. Sérgio Costa (Soziologie). Matti Steinitz´ Arbeit wurde als Buch im WeltTrends Verlag Potsdam 2014 veröffentlicht.