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Aktuelle Krisen in Lateinamerika (10 LP)

Zugangsvoraussetzungen

erfolgreiches Absolvieren des Moduls „Entwicklungstheorien und -konzepte“ (Angebot im Wintersemester)

Qualifikationsziele

Die Studierenden besitzen die Fähigkeit, aktuelle Krisen in Lateinamerika theoretisch und empirisch in ihrer Komplexität, in ihren globalen Verflechtungen und unter besonderer Beachtung der lateinamerikanischen Perspektive zu erfassen. Sie verfügen über umfassendes, detailliertes und spezialisiertes Wissen über die politischen, sozialen, wirtschaft­lichen und sozial-ökologischen Transformationsprozesse der lateinamerikanischen Länder sowohl in ihrem jeweiligen lokalen als auch in ihrem globalen und historischen Kontext. Studierende können diese Transformationsprozesse sowie multiple und mitunter verschränkte Krisen (von Sicherheits- bis humanitären Krisen) unter Heranziehung der erlernten theoretischen Ansätze analysieren, diskutieren und in ihrer Reichweite kritisch reflektieren. Sie haben Kenntnis der Organisationen und Prozesse im inter­nationalen Krisenmanagement sowie von lokalen Bewältigungsansätzen, -konzepten und -strategien und können die dahinterliegenden theoretisch-konzep­tionellen Vorstellungen methodisch systematisch analysieren, bestimmen und kritisch einordnen.

Inhalte

Im Zentrum steht die Analyse gegenwärtiger Krisen und der damit einhergehenden Konflikte um deren Bewältigung in Lateinamerika unter besonderer Berücksichtigung ihrer historischen Entwicklung und ihrer Einbindung in ungleiche, globale Machtstrukturen. In den Lehrveranstaltungen lernen die Studierenden die kritische Betrachtung der lokalen Anwendungen von entwicklungspolitischen Ansätzen in lateinamerikanischen Ländern und speziell deren soziale, politische und ökologische Folgen. Insbesondere werden auch Ansätze zu politischen und anderen Asymmetrien sowie demokratie­theoretische Grund­lagen und Fragen von Staatlichkeit und Gewaltprozessen vermittelt. Die Studierenden erlernen die Analyse von lokalen, nationalen und internationalen Organisationen und Prozessen des Krisenmanagements. Die Untersuchung der Rolle von sozialen Bewegungen und Öffentlichkeiten im Kontext der Demokratisierungsprozesse wird unter besonderer Berück­sich­ti­gung der Geschlechterverhältnisse und kultureller Differenzen in den Veranstaltungen erlernt.

Grundlegendes

Lehr- und Lernformen: Vorlesung (V) + Hauptseminar (HS)

Modulprüfung: Hausarbeit (ca. 15 Seiten)

Angebot: jedes Sommersemester