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Wissenszirkulation

Wissenszirkulation

Wissenszirkulation
Bildquelle: Foto: Kristina Bode

Die Analyse der Zirkulation von Wissen unternimmt den Versuch, eine Erklärung dafür zu finden, wie und wo Wissen produziert und konsumiert wird. Außerdem befasst es sich vor allem mit den Schnittstellen von lokalem und regionalem Wissen sowie mit lokalem und überregionalem bzw. globalem Wissen und den dazwischen liegenden Prozessen, innerhalb derer sich lokales Wissen globalisiert. Im Fokus stehen bei dieser Perspektive die Wege und Routen von Wissen und die Wege auf denen Wissen sich verbreitet sowie die Veränderungen in der Konzeptualisierung, die diese Bewegungen von einem Ort zu einem anderen begleiten. Alles in allem handelt es sich darum, die verschiedenen Aspekte der Zusammensetzung und Umstrukturierung der unterschiedlichen Formen von Wissen innerhalb der Prozesse sozialer Transformation in Lateinamerika zu vertiefen. Um zu verstehen, wie Bedingungen geschaffen werden, die einen Bedeutungswandel herbeiführen, stellt sich insbesondere die Frage in Form welcher Medien, Konzepte, Diskurse, feministische Praktiken und soziale Akteur*innen reisen und welche Schnittstellen sie berühren. Die Resignifizierung von Wissen von einem Ort im Vergleich zu einem anderen hat nicht nur eine diskursive Dimension, sondern auch eine politische und soziale. Die Zirkulation von Wissen ist einer ständigen Konfrontation mit dominanten Konfigurationen von Ungleichheit, aber auch mit Widerständen von epistemischen Subjekten ausgesetzt, die maßgeblich für die Produktion alternativen Wissens sind und die die Außengrenzen einer hegemonialen Welt überschreitet.

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Studien der Inklusion, Intersektionalität und sozialer Gleichheit