Definition

Der Begriff der Inflation stammt von dem lateinischen Wort "inflatus" (=aufgeblasen) und soll eine deutliche und übermäßige Zunahme von Dingen oder Sachverhalten zum Ausdruck bringen.

In der Wirtschaftswissenschaft wird der Begriff Inflation für eine Steigerung des Preisniveaus, zumeist der Verbraucherpreise, in einem Land oder einem Währungsraum in einem bestimmten Zeitraum gebraucht. Die Messung der Inflation erfolgt jedoch nicht anhand der Preisentwicklung eines einzelnen Produktes, d.h., man kann bei einer Verteuerung eines Liters Milch von 1 Euro in 2008 auf 1,50 Euro im Jahr 2009 nicht davon ausgehen, dass die Inflationsrate des betreffenden Landes 50 Prozent betragen hat. Die wird Inflation anhand eines so genannten Warenkorbes ermittelt. Ein solcher Warenkorb soll dabei so etwas wie einen gesamtvolkswirtschaftlichen Durchschnittswert von Markt- und Preisdynamiken verschiedener Produkte abbilden.

Man hat sich infolgedessen darauf geeinigt, dass Inflation genau dann vorherrscht, wenn der Preis, den der Konsument oder die Konsumentin für den Inhalt eines Warenkorbes im Jahre 2008 bezahlt hat, höher ist als der Preis für diesen Warenkorb im Jahr 2009. Alternativ dazu kann man auch sagen, dass ein Konsument oder eine Konsumentin für den gleichen Geldbetrag im Jahr 2009 weniger Güter erwerben kann als im Jahr 2008. Mit anderen Worten: Das Geld bzw. die Währung des Landes verliert im Zuge von Inflation an Kaufkraft.